Terror in Paris – Fatale Auswirkungen auf den Fußball

Vier Tage sind nur vergangen seit den Terrorangriffen in Paris, während des Länderspiels der DFB-Elf gegen Frankreich. Trotz dieser Ereignisse wollte die Deutsche Nationalmannschaft gegen die Niederlande antreten.

Sätze, wie „Der Fußball muss sich zur Wehr setzen“ (DFB-Interimspräsident Rainer Koch), „Wir lassen uns nicht von Terroristen einschüchtern“(DFL-Chef Reinhard Rauball) und „Wir weichen vor dem Terror nicht zurück“ (Bundesinnenminister Thomas De Maizière) sind gefallen.

Jetzt, nach diesen tragischen Ereignissen in Paris, nun Alarm in Hannover!

Das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande wurde abgesagt und das Stadion evakuiert. Eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff wurde das Spiel von der Polizei abgesagt. Alle Zuschauer,welche bereits im Stadion waren wurden aufgefordert dieses schnellst möglich zu verlassen. Es gab einige Indizien für einen Sprengstoffanschlag. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) habe am Dienstagmittag eine Information erhalten, dass innerhalb der nächsten 48 Stunden ein Anschlag auf ein Sportereignis in Deutschland stattfinden könnte. Konkret war die Rede von einem namentlich bekannten Nordafrikaner, der mit Sprengmitteln, Sprengstoffgürteln, automatischen Waffen und Sprengsätzen an den Zufahrtswegen einen Anschlag planen wollte. Darauf hin kamen Hinweise auf einen irakischen Schläfer , welcher einen Anschlag auf das Freundschaftsspiel geplant haben soll.

De Maiziére wollte die Quelle dieser Gefährdungen nicht kommentieren. Nach SPIEGEL ONLINE und der „Bild“- Zeitung, kam der Hinweis vom französischen Geheimdienst. Vor dem Stadion hatte die Polizei per Megafon durchgesagt: „Meine Damen und Herren, liebe Fußballfreunde. Es tut mir leid, aber das Spiel ist kurzfristig abgesagt worden. Bleiben Sie bitte ruhig, es ist keine Gefahr im Anmarsch. Gehen Sie einfach ganz normal nach Hause.“

Angeblich konnte kein verdächtiger Gegenstand gefunden werden. Nach eingehender Kontrolle und den nicht findbaren Sprengstoffen folgte die Entwarnung. Auch die Gerüchte, dass Sprengstoffe in einem Krankenwagen deponiert worden seien, ließ sich bisher noch nicht bestätigen.Zu dem Zeitpunkt der Absage war der Bus der Nationalmanschaft nur noch wenige Kilometer der Arena entfernt, welcher dann direkt umgeleitet wurde zu einer Personaldienststelle. Die Spieler traten noch am selben Tag ihre Heimreise in ihre jeweiligen Städte an. Eine Austragung des Spieles wäre höchst unverantwortlich gewesen. Zwar hatte sich jeder auf das Spiel gefreut, da dieses eine bestimmte Geste hätte sein sollen, dennoch hat im Zweifel der Schutz der Menschen Vorrang.

„Eine bittere, aber richtige Entscheidung“ bezeichnete Bundesjustizminister Heiko Maas die Absage des Länderspiels. „Gerade in einem solchen Moment muss unsere Botschaft trotz allem ganz klar sein: Wir werden nicht zurückweichen. Wir werden uns unsere Art zu leben nicht nehmen lassen“, sagte Maas.

Ein Tag nach den Bombendrohungen in Hannover ziehen sich die Sicherheitskräfte langsam zurück. Ermittler gehen einer Spur nach, welche eine Bomben-Attrappe betrifft. Diese wurde von einem Unbekannten in einem IC in Hannover deponiert. Der Mann wurde dabei beobachtet, wie er ein Paket in der Ablage des Zuges verstaute. Die Polizei wurde hinzugerufen und die Sprengstoffhunde schlugen Alarm. Ein zusätzliches Röntgenbild bestätigte die Vermutung, dass es sich um eine Bombe handeln könnte. Es wurde spekuliert weswegen der Mann das Paket abgelegt haben könnte. Vermutlich handle es sich um einen Trittbrettfahrer. Das morgendliche Training wurde vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 abgesagt.

Wäre alles anders gekommen, hätte die Nationalmannschaft nicht gegen Holland antreten wollen? Es gibt nur eine Antwort darauf. Das Spiel abzusagen um deutlich zu zeigen, dass Sie den Opfern gedenken und stolz sind auf Ihre Art zu leben, wäre keine Kapitulation vor dem IS gewesen. Es wäre vielmehr ein Zeichen gegen den Terror!

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/terrorserie-in-paris-nationalmannschaft-haette-spiel-gegen-holland-absagen-sollen-a-1063065.html#utm_source=sport#utm_medium=medium#utm_campaign=plista&ref=plista

18.November 2015

http://www.spiegel.de/sport/fussball/laenderspiel-deutschland-gegen-niederlande-abgesagt-a-1063306.html

18.November 2015

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hannover-laenderspiel-abgesagt-wegen-bombendrohung-a-1063320.html

18.November 2015

https://www.tagesschau.de/inland/laenderspiel-absage-105.html

18.November 2015

Bild: http://images.google.de/imgres?imgurl=http://cdn1.salzburg24.at/2015/11/Anhang224-650×435.jpg&imgrefurl=http://www.salzburg24.at/paris-terror-riesige-sicherheitsvorkehrungen-vor-fussball-laenderspielen/4520930&h=435&w=650&tbnid=dcSNQzRUWZiUSM:&docid=lL9J9GLc3ItiHM&ei=n7NMVu33LoarU5XCv8AH&tbm=isch&iact=rc&uact=3&page=2&start=21&ndsp=20&ved=0CJcBEK0DMB9qFQoTCK3D4v69mskCFYbVFAodFeEPeA

18.November 2015

15 Kommentare zu „Terror in Paris – Fatale Auswirkungen auf den Fußball

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  1. In Eurer Überschrift schreibt Ihr „Fatale Auswirkungen auf den Fußball“, aber im Text kommt Ihr dann darauf eigentlich gar nicht zu sprechen. Was passiert jetzt mit der Fußball-Europameisterschaft im nächsten Jahr? Wie geht man allgemein bei zukünftigen Spielen vor?

    Anscheinend denken manche ja tatsächlich über eine Absage der EM nach. Das kann ich überhaupt nicht verstehen. Schon in der Vergangenheit bestand bei jedem Turnier die Gefahr von Terroranschlägen. Ganz ausschließen kann man Anschläge bei Großveranstaltungen leider nie, genauso wie man nie uneingeschränkte Sicherheit für Besucher von Großveranstaltungen garantieren kann. Das wird auch nächstes Jahr in Frankreich so sein. Dass die Angst nach den Anschlägen von vergangener Woche nun größer ist, ist logisch. Aber deshalb darf die Europameisterschaft nicht abgesagt werden. Zum einen käme das einer Kapitulation gegenüber dem Terror gleich. Zum anderen könnte man dann in Zukunft gar keine Großveranstaltungen mehr ausrichten und besuchen, seien es Sportturniere, Konzerte oder auch Weihnachtsmärkte, Messen, … Die Gefahr ist immer da.

    Absolut richtig war jedoch die Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden. Offenbar lag da eine konkrete Drohung vor. Diese zu ignorieren, wäre höchst fahrlässig gewesen. Am Ende geht Sicherheit dann eben doch vor.

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  2. Ich muss Robin recht geben, dass die Auswirkungen z.T. fehlen… doch es ist auch schwer darüber eine Entscheidung zu treffen!!
    Es ist sehr traurig, was da am Freitag passiert ist… Doch etwas positives hat es gebracht – Zwei verfeindete Nationen (im Fußball-> England & Frankreich) haben gemeinsam beim letzten Freundschaftspiel alle die französische Nationalhymne gesungen!
    Ich finde man sollte dem ganzen nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken… Klar, wir können nicht die Augen vor dem Terror verschließen, doch ich finde, die EM sollte stattfinden – natürlich mit erhöhtem Sicherheitsaufgebot! Doch eine wiederholte Katastrophe zu verhindern, ist für die Behörden und Geheimdienste nicht einfach und ich glaube auch nicht zu 100 % vermeidbar…

    Da bleibt nur die Hoffnung und der Glaube an den Sport!!! #I<3Fußball

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  3. Es war definitiv die richtige Entscheidung das Länderspiel Deutschland – Niederland abzusagen, denn in den letzten Tagen wurde mehrmals bestätigt, dass tatsächlich eine konkrete Drohung vorlag.
    Zu den Ereignissen am Freitag kann ich nur sagen, dass ich zutiefst erschrocken, traurig und enttäuscht bin was in Paris passiert ist. Trotzdem muss der Sport weitergehen! Man sollte in Zukunft auf keinen Fall bei jeder Großveranstaltung Panik vor dem Terror haben und bei kleinsten Anzeichen ein Spiel oder Wettkampf absagen. Es ist nämlich nichts Neues, – eine gewisse Gefahr bestand bei großen Events und auf öffentlichen Plätzen schon immer.
    Ich bin allerdings trotzdem sehr gespannt wie das in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren weitergeht…

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  4. Keine Frage, es war richtig das Fußballspiel abzusagen. Auch wenn mit dem Stattfinden ein Zeichen gesetzt werden sollte, hat die Sicherheit oberste Priorität. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn das Spiel stattgefunden hätte und wirklich etwas passiert wäre. Die Schuld will wohl niemand auf sich nehmen.

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  5. Eine vernünftige Entscheidung meiner Meinung nach. Auch wenn eine Austragung des Spiels evtl. ein Statement gegen den Terror gewesen wäre, so wäre es doch unverantwortlich gewesen Menschenleben aufs Spiel zu setzen – im wahrsten Sinne des Wortes!

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  6. Ich finde es auch richtig, dass das Spiel abgesagt wurde, vor allem wenn die Berichte von heute stimmen. Die Sicherheit und Menschenleben gehen vor. Ich denke, dass es die nächsten Wochen und Monate immer im Hinterkopf bleiben wird, wenn man eine Sportveranstaltung und andere Events besucht, jedoch finde ich, man sollte sich davon nicht abhalten lassen, trotzdem hinzugehen.

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  7. Ich bin der gleichen Meinung wie meine Vorgänger: Es war richtig das Spiel abzusagen. Und ich find es von allen, die nach diesen Katastrophen trotzdem große Sportveranstaltungen besuchen sehr mutig, sie zeigen dem Terror die kalte Schulter. Weiter so!

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  8. Es war absolut richtig das Spiel abzusagen. Das Spiel anzupeiffen und konkrete Drohungen zu ignorieren wäre grob fahrlässig.
    Trotz der Anschläge sollte man aber weiterhin normal auf Veranstaltungen und zum Sport gehen. Ein Klima der Angst hilft niemandem.

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  9. Ich bin auch der Meinung, dass es richtig war, das Spiel abzusagen. Natürlich ist es wichtig Zeichen gegen den Terror zu setzen und keine Angst zu zeigen, es ist aber noch wichtiger hierfür keine Menschenleben zu riskieren.

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  10. Es wird in Zukunft sehr wichtig sein Zusammenhalt zu zeigen und keine Angst vor dem Terror zuzulassen. Gerade um Zusammenhalt zu zeigen bieten Sportgroßveranstaltungen eine gute Plattform. In diesem Fall, so kurz nach den Anschlägen, war es aber auf jeden Fall richtig das Spiel abzusagen.

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  11. Ich sehe das genau so wie die meisten hier. Es ist wichtig, dass ein Zeichen gegen den Terrorismus gesetzt wird, jedoch sollten dabei keine Menschenleben gefährdet werden.

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  12. Richtig dass der Schutz von Leib und Leben im Vordergrund steht. Vor allem weil es fraglich ist, ob die Austragung eines Fußballspiels ein Zeichen gegen den Terror setzten kann. Schade ist jedoch, dass man so leider nicht die Solidarität mit Frankreich zeigen konnte.

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  13. Natürlich war es die Richtige Entscheidung das Spiel abzusagen. Die Sicherheit der Menschen hat natürlich mehr Priorität wie ein Freundschaftsspiel. Jedoch sollte man sich fragen wie es nun weiter geht? Wird bei jeder kleinsten Drohung ein Event abgesagt? Klar haben alle Angst, aber setzt man so ein Zeichen gegen den Terror? Meiner Meinung nach sollten die Locations vor einem Event richtig durch gecheckt werden und die Kontrollen an den Einlässen verschärft werden.

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  14. Was Robin angesprochen hat ist definitiv ein großes Thema was bisher noch gar nicht angesprochen wurde.
    Wie geht es weiter mit dem Fußball? Und vor allem was passiert mit der EM in Frankreich welche immerhin in einem halben Jahr schon stattfindet? Fragen die vermutlich niemand gewissenhaft beantworten kann. Aber dennoch unterdrücken lassen wir uns nicht!

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