Leichtathletik in der Krise – Wie sieht Russlands Zukunft aus ?

Nach einer schwerwiegenden Krise beim russischen Leichtathletik Verband letzten Jahres im November haben alle mit Spannung die Hallen – Weltmeisterschaft in Portland erwartet. Diese lief erstmals ohne russische Athleten ab. Die Suspendierung für Olympia 2016 droht weiterhin…

doping

Der Doping – und Korruptionsskandal im russischen Leichtathletik – Verband erschütterte Ende 2015 die Sportwelt. Als eine der erfolgreichsten Leichtathletik Nationen ist es eine Katastrophe, dass alle russischen Athleten für die kommenden Wettbewerbe gesperrt wurden. Der genauere Sachverhalt wurde in einem vorherigen Artikel im Sportkrisenblog bereits behandelt.

Diese Entscheidung, welche seitens des Leichtathletik Weltverbandes IAAF beschlossen wurde, traf auf eine riesen Empörung bei den Sportlern. Vor allem bei Leichtathleten, welche nicht zu Doping gegriffen haben – immerhin geht es bei den Sportlern um ihre wirtschaftliche Existenz.

Die erste WM, welche nun ohne russische Athleten stattfand und sich vom 17. bis zum 20. März abspielte, ist vorüber. Im Nachhinein sieht selbst der IAAF Präsident Sebastian Coe ein, dass es durch den Imageschaden nicht einfach ist, Zuschauer für den Leichtathletik Sport zu gewinnen. Seiner Meinung nach muss das heutige Leichtathletik aufgefrischt werden. „Die Sportarten sollten fan-freundlicher und temporeicher gestaltet werden“.

Trotzdem sah nach der WM nicht alles derart grau aus wie erwartet, da immerhin an allen vier Wettkampfstagen bei der WM ca. 40.000 Zuschauer erschienen sind. IAAF Präsident Sebastian Coe deutete daraufhin, dass der Sport nicht am Ende sei und das Zukunftsziel darin liege, eine gesunde Plattform für saubere Athleten zu schaffen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Mitte März mitgeteilt, dass eine neu eingerichtete Anti – Doping – Taskforce Betrüger im Vorfeld entlarfen soll. Diese Taskforce arbeitet mit diversen Anti – Doping – Agenturen aus verschiedenen Ländern zusammen. Das Ziel hierbei ist es, die fairen Sportler zu schützen.

Ob die Russen in Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle bei den großen Turnieren spielen dürfen, steht immer noch in den Sternen. Zwischen Mai und Juli soll eine Entscheidung gefällt werden.

Die Olympia – Teilnahme ist dennoch nicht ganz abgeschrieben, da sich der russische Verband durch neue Reformen und Strukturen der IAAF beweisen und in einem guten Licht präsentieren will. Die WADA setzt außerdem alles daran nachzuweisen, dass es in Zukunft im russischen Verband mit rechten Dingen zugeht.

Es bleibt mit Spannung die Entscheidung der IAAF abzuwarten.

Autor: Fabian Madzar

Quellen:

http://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/2404654965/1.3212016/article_multimedia_overview/volkssport-doping-die.jpg, 11.04,16

http://www.sueddeutsche.de/news/sport/leichtathletik-iaaf-coe-zieht-bilanz—hallen-wm-ein-muster-ohne-wert-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160321-99-299865, 11.04.16

http://kurier.at/sport/sportmix/die-doping-krise-ueberschattet-auch-die-leichtathletik-wm/187.378.562, 11.04.16

http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-russland-ermittelt-nicht-gegen-leichtathleten-a-1086248.html, 11.04.16

http://www.zdfsport.de/trotz-doping-und-korruption-wollen-russlands-leichtathleten-nach-olympia-in-rio-41799580.html, 11.04.16

http://www.badische-zeitung.de/leichtathletik-2/duerfen-russische-leichtathleten-in-rio-starten-putin-setzt-auf-bach–119648729.html, 11.04.16

https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/ioc-anti-doping-taskforce-vor-spielen-in-rio-eingerichtet/, 11.04.16

16 Kommentare zu „Leichtathletik in der Krise – Wie sieht Russlands Zukunft aus ?

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  1. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das neu eingerichtete Anti-Doping Taskforce sein Ziel, Betrüger im Vorfeld zu entlarven, bewirken wird. Wenn es darum geht, Leichtathleten zu dopen, werden „höhere“ Mächte alles in Versuchung setzen, nicht entdeckt zu werden. Denn es war schon 2009 klar, dass im Bereich der Leichtathletik in Russland Doping eine große Rolle spielt. Der IAAF wusste bereits davon. Somit wurde damals das Ausmaß des Blut-Dopings vor den Olympischen Spielen in London 2012 vertuscht. Allerdings, hoffe Ich, dass das Anti-Doping Taskforce eine positive Wende im Fall des Dopings einschlagen wird. Und der Leichtathletiksport in Russland wieder für die Fairness steht und sich Sportler an ihren wahren Leistungen erfreuen können.

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    1. interessanter Artikel. Ich bin gespannt auf Olympia 2016 in Rio und auch alles was darauf hin folgt. Es scheint als könnte der Leichtathletik Sport durch die neue Anti – Doping Taskforce an einen Wendepunkt kommen. Es ist aber genauso gut möglich, dass nichts daraus resultieren wird und dann steht der Leichtathletik eine schwierige Zukunft bevor.

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  2. Egal wie viele Doping-Kontrollen eingerichtet werden, sofern die Sportler dopen wollen und alles daran setzen unentdeckt zu bleiben, wird das dem Großteil möglich sein. Es geht darum, dass die Sportler kollektiv ihre Einstellung ändern und dem Doping gegenüber wieder abgeneigt werden.Dafür müssen die Sportler, vor allem die eines Teams, sich gegenseitig auf die Finger schauen und an die Ehre und den Verstand ihrer Teamkameraden appellieren. Sie müssen verstehen, dass diese Schlagzeilen ihrem Sport nur schadet und wenn ihre Sportart irgendwann deshalb vollständig von der Bildfläche verschwindet erst recht nichts erreicht ist.
    Ich hoffe, dass die IAAF es durchzieht und Russland für Olympia sperrt. Es gibt wohl keine größere Bühne für den Sport als Olympia, somit würden dieses Urteil weitaus mehr Menschen, sowohl Sportler als auch Zuschauer, mitbekommen und können realisieren was bei Doping droht.
    So leid es mir für die unschuldig gesperrten Sportler droht, sollten alle Leichtathleten eines Landes als Team betrachtet werden, da sie ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich ihr Land im bestmöglichen Licht zu präsentieren.

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  3. Gutes Thema, welches aber öffentlich leider häufig unter den Tisch fällt. Liegt wohl an der Sportart Leichtathletik.
    Sich jetzt aber nur auf Russland einzuschießen ist meiner Meinung nach falsch. Ein Usain Bolt läuft sicher nicht (gefühlt) bei jedem großen Turnier Weltrekord nur weil er mehr trainiert als andere.
    Interessant zum Thema sind auch die aktuellen Dopinggerüchte aus England.
    Ausgerechnet jene Anti Doping Agentur, welche sich für die Tests der russischen Athleten verantwortlich zeigt, steht aktuell enorm unter Durck. Mehr zum Thema: http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/648646/artikel_england-vor-schwerem-dopingskandal.html

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  4. Grundsätzlich halte ich es für richtig und auch fair, Athleten, die sich über Doping eine Leistungssteigerung verschaffen, hart und auch mit Ausschluss von Wettkämpfen sowie Olympia zu bestrafen.
    Andererseits bin ich der Auffassung, dass der komplette Ausschluss des russischen Leichtathletikverbandes ARAF für alle internationalen Wettbewerbe, der von der IAAF ausgesprochen wurde, nicht angemessen ist. Da alle Sportler gleichermaßen, egal ob des Dopings überführt oder „sauberer“ Sportler ausgeschlossen werden. Die Sanktionen die gegen den ARAF wegen Korruption, auch wegen des Dopings einiger Leichtathleten und Verletzung der Sorgfaltsplicht ausgesprochen wurden, sind unerlässlich.
    Für unschuldige Sportler der ARAF jedoch sollte oder muss sogar der sportliche fair play Gedanke aus Sicht der IAAF gelten.
    Prinzipiell halte ich es für gerechtfertigt, dass unschuldige Sportler, deren Verband auf Grund solcher Vorkommnisse abgestraft wurde, dennoch für ihre Mühen und Entbehrungen belohnt werden und an Wettkämpfen teilnehmen dürfen.
    Eventuell könnten diese Sportler unter einer so zusagen „neutralen“ Flagge starten. Was natürlich rechtlich überprüft und von der IAAF genehmigt werden müsste.

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  5. Sehr kritisches Thema.
    In meinen Augen ist die Doping Branche den Kontrolleuren immer einen Schritt voraus, auch solch einer Doping Taskforce. Es gibt Dopingmittel von denen noch keiner weiß, auch nicht in der WADA. Wie soll man Sportler auf Dopingmittel testen die man nicht kennt?
    Ich stelle mir nur die Frage ob man so ein Branche wie der Leichtathletik überhaupt mithalten kann ohne Doping oder ob die Leichtathletik vor einem noch größeren Dopingskandal steht als der Radsport 2012. Ich bin sehr gespannt auf die Resultate dieser der neuen Antidoping Einheit, ich bezweifle das sie viel bewirken wird.

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  6. Als Außenstehender kann man natürlich nicht nachvollziehen, warum Sportler dopen, und dass die Sportler ein großes Riskio eingehen, nicht nur für das Ansehen des Sports, sondern auch für ihre eigene Gesundheit. Doch versucht man sich in den Sportler selbst hineinzuversetzen, kann man besser verstehen, welcher Druck auf ihnen in ihrem Umfeld lastet. Der Leistungsdruck wird mit jeder neuen Bestleistung immer größer und so führt jede Leistungssteigerung zu einem noch höheren Anspruch. Sobald Leistung und Anspruch nicht mehr gleichbleibend steigen, fühlt sich der Athlet eventuell dazu genötigt auf Dopingmittel zurückzugreifen. Dies ist natürlich keine Entschuldigung, nur eine andere Sicht auf die Dinge.
    Dass nicht nur Athleten Fehler machen können, zeigt nun auch die WADA. Durch falsche Einschätzungen droht der WADA nun auch eine Klagewelle, da das Dopingmittel, weswegen die russischen Sportler von Olympia ausgeschlossen werden sollten, doch länger im Blut nachweisbar sein soll, als zuerst angenommen. Es wird spannend, wie das Ganze nun ausgeht. Mehr Infos zu dem WADA Fehler gibts hier: http://www.sport1.de/mehr-sport/2016/04/meldonium-laenger-nachweisbar-wada-droht-klagewelle

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  7. Bereits seit Jahren hat der gesamte Leichathletiksport mit immer wiederkehrendem Dopingmissbrauch zu kämpfen. Als Judikative der Leichtathletik muss die IAAF alle nötigen Kapazitäten mobilisieren um den erlittenen Imageschaden zu begrenzen und präventiv gegen den Dopingmissbrauch mit höchster Konsequenz vorgehen. Der drohende Ausschluss des gesamten russischen Verbandes könnte als Präzedenzfall eine starke Signal- und Erziehungsfunktion erzielen. Ziel der Leichtathletik muss es sein den olympischen Geist und die ethnischen Grundprinzipien eines jeden Sportlers wieder auszuleben. Ob eine Kollektivstrafe des russischen Verbandes der richtige Weg ist, scheint mir persönlich Zweifelhaft. Unschuldige Sportler werden dadurch als Kollateralschäden zu Unrecht abgestraft. Inwiefern solche Bestrafungspraktiken dem Sport die Glaubwürdigkeit zurückbringen wird jeder am Sport partizipierende für sich entscheiden müssen.

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  8. Ich bin mir nicht sicher ob diese Anti – Doping Taskforce etwas bringen wird. Es gibt einfach zu viele Sportler und es ist unmöglich alle auf jede Art von Doping zu testen. Hinzu kommt, wie Christian Buck schon erwähnt hat, dass die Doping Branche der Anti – Doping Branche immer einen Schritt voraus ist. Da wird auch eine spezielle Taskforce nichts bringen.
    Der Ausschluss aller russischen Athleten war meiner Meinung nach ok. Natürlich hat es ebenso die Unschuldigen getroffen und es sollte auch kein zweites Mal eine ganze Nation ausgeschlossen werden. Jedoch hat die IAAF damit ein Zeichen gesetzt. Den Athleten, die dopen muss bewusst werden, dass sie damit der Sportart an sich, ihrem Team und auch ihrem Land erheblichen Schaden zufügen.

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  9. Leider vermittelt mir der Leistungssport, vor allem an Großereignissen wie Olympia, zunehmend das Gefühl, dass die Leistungen der Sportler größtenteils auf intelligentem Doping basieren. Zudem kann ich Christian Buck nur zustimmen, es macht den Anschein, als seien die dopenden Sportler den Kontrolleuren immer einen Schritt voraus.
    Es wäre wirklich wünschenswert, wie Arthur B schon erwähnte, an den olympischen Geist und die ethnischen Grundprinzipien der Sportler und Vereine zu appellieren. Aus Zuschauersicht ist es wirklich traurig mit anzusehen wie Sportarten durch Skandale dieser Art an Schaden davontragen.
    Vielleicht besteht die Möglichkeit, Gelder, welche in neue Dopingmittel investiert werden, in die Entwicklung und Forschung neuer Trainingsmethoden fließen zu lassen.
    Inwiefern dies aber realistisch ist, kann ich leider nicht beantworten, es wäre aber wünschenswert eine Wende im Leistungssports bezüglich des Dopings beobachten zu dürfen.
    Zudem gilt es vor allem den jungen Nachwuchssportlern ein faires und sportliches Verhalten vorzuleben. Nach der Sperrung von Trainer Wladimir Mochnew, im Rahmen des Doping-Skandals, betreut dieser allerdings die Nachwuchssportler der zentralrussischen Stadt Hubkin. Meiner Meinung nach sehr fraglich.

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  10. Ein sehr kritisches Thema in der Öffentlichkeit. Die Zuschauer sind empört über solche Doping-Skandale, doch wäre eine Sportart wie Leichtathletik überhaupt noch interessant für die Zuschauer, wenn nicht mehr gedopt werden würde? Die Zuschauer wären nicht mehr zufrieden, wenn die Athleten nur noch „schlechtere“ aber realistische Leistungen erbringen würden. Die Zuschauer verlangen nach besseren Leistungen, höheren Sprüngen und schnelleren Sprints. Ein Imagewechsel wird so eher schwierig, denn auf der einen Seite wird ein fairer und sauberer Sport erwartet, auf der anderen Seite jedoch, dass Leistungen immer weiter überboten werden. Hinzu kommt noch, dass mit dem Sport eine Menge Geld und Ruhm verbunden ist. Aus diesem Grund werden Sportler und auch Organisationen immer weiter versuchen zu dopen oder dies zu verheimlichen, damit die Ehre nicht einem anderen gebührt. Ob eine Anti-Doping Taskforce bei der Aufklärung von Doping Skandalen wirklich etwas bringt ist fraglich. Es ist jedoch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Dass alle russischen Athleten gesperrt wurden, finde ich auf der einen Seite nicht gut, da die Sportler die nicht gedopt haben, nicht unter dem Fehlverhalten ihrer Kameraden leiden sollten. Auf der anderen Seite dient es der Abschreckung und dass in Zukunft mehr auf Doping-Skandale aufmerksam gemacht wird. Ich denke nicht, dass man Doping jemals wieder ganz aus dem Sport beseitigen kann, dafür ist in der Vergangenheit schon zu viel gedopt worden und die Sportler sind auf immer besser werdende Leistungen angewiesen, die sie nur durch Doping erreichen können.

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  11. Der Leistungsdruck für Sportler wird mit der Zeit immer größer, vor allem mit wachsendem Erfolg eines Sportlers. Aus dieser Sicht verstehe ich den Griff zu Dopingmitteln um dem Druck und den Erwartungen des Teams/Familie/Freunde etc. gerecht zu werden. Jedoch sollte im Vordergrund auch der Sport an sich stehen und die „wirkliche“ Leistung des Sportlers, durch das Training um anderen gegenüber auch fair zu bleiben. Alle russischen Athleten zu sperren finde ich einerseits vollkommen gerechtfertigt, alleine wegen der Erziehungsmaßnahme und als Abschreckung für andere Athleten. Andererseits finde ich es den unschuldigen und ehrlichen Athleten gegenüber ungerecht, da für diese noch der Sport im Vordergrund steht und nicht nur die beste Leistung mit allen Mitteln zu erbringen.
    Der Anti-Doping-Taskforce stehe ich ebenfalls kritisch gegenüber da, wie Christian Buck schon erwähnte, die Dopingmittel immer besser werden, es wird immer schwieriger Mittel nachzuweisen entweder weil diese den Kontrolleuren noch nicht einmal bekannt sind oder sie durch Tests nicht nachgewiesen werden können. Mit der Vorbeugung weiterer Dopingskandale stellt sich der Taskforce eine schwierige Aufgabe. Wünschenswert wäre es jedoch dass sie diese bewältigen und es in der Leichtathletik nur noch neue Rekorde aber ohne damit verbundene Dopingskandale gibt.

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  12. Es gibt einige Frage die man sich stellen sollte, bevor man das Thema nun schlecht reden oder befürworten kann.
    Gibt es den Sport heutzutage überhaupt noch als sauberen, echten, fairen Sport?
    Sind die Leistungsanforderungen – egal von welcher Seite man das Ganze betrachten mag- nicht einfach viel zu hoch gestellt ?
    Der Sport ist ein Wettbewerb. Welche Chancen hat denn ein Sportler, bei maximaler körperlichen Fähigkeit noch besser zu werden und im Ranking Platz 1 zu sein?

    Das Thema Doping wird meiner Meinung nach ein ständig wieder kehrendes Thema sein, dass das Wort „Fairness“ im Sport in den Schatten stellt oder gar verschwinden lässt.

    Ob diese Anti-Doping Taskforce ihren Zweck erfüllen wird, ist fraglich. Wer unentdeckt bleiben will, der wird das auch versuchen und letztendlich auch schaffen. Wie auch in den vorherigen Kommentaren erwähnt: Es gibt zu viele Sportler und unzählige Doping-Arten und Varianten. Die Doping Branche wird immer einen Schritt voraus sein.

    Ein erster Schritt dem Ganzen entgegen zu wirken wäre eventuell, wenn die russischen Leichtathleten nun tatsächlich auch für die Olympiade 2016 gesperrt wären.

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  13. Doping wird sich meiner Meinung nach im Sport nie mehr ganz vermeiden lassen und auch immer mehr an Zuwachs bei Sportlern jeglicher Sportart finden. Grund dafür ist nicht nur der stetig steigende Erfolgsdruck sondern auch die Normalität des Themas. Dopen? Ach, das machen doch heutzutage fast alle. Traurig aber wahr und die Grenzen sind hierbei auch kaum mehr erkenntlich, was vor allem die stetige Forschung der Medizin mit sich bringt. Aufputschmittel die im Blut nicht mehr nachgewiesen werden können sind keinesfalls unmöglich. Schade hierbei ist, dass durch die vielen Skandale, vor allem auch im Leichtathletik, viele Rekorderfolge oder Erstplatzierungen Hintergedanken beim Zuschauer auslösen. Usain Bolt – ist er ein wahres Talent oder doch nur gedopt ohne erwischt zu werden? Man kann diese überdurchschnittlichen Leistungen nicht mehr richtig würdigen ohne dabei Zweifel im Kopf zu haben.

    Letzten Endes ist es trotz der Normalität, die das Thema heutzutage in der Gesellschaft hat wichtig, bei einem Verstoß gegen den fairen Wettkampf zu handeln. Die mögliche Konsequenz das komplette russische Leichtathletikteam für die Olympiade 2016 zu sperren ist deshalb für mich nachvollziehbar. Dennoch sollte man sich nicht nur auf geschehene Doping Skandale und deren Folgen konzentrieren sondern auch mehr für das Vorbeugen von Doping im Sport sorgen.
    Wie auch Sina Hiddemann schon erwähnt hat, ist es hierbei wichtig beim Nachwuchs anzufangen und früh Fairness im Sport zu vermitteln damit auf Dauer vielleicht wieder weniger Zweifel bei grandiosen Siegen mit Rekordergebnissen aufkommen.

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  14. Herr Buck, sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Wo immer Leistungssport betrieben wird, wird es diejenigen geben, die mit weniger Aufwand, sprich trotz mangelndem Trainings oder schlicht weg aus egoistischen und antisportlichen Verhalten heraus den großen Erfolg zu feiern. Solange es Gewinner und Verlierer im Sport gibt wird es für die Dopingsünder und den Tüftlern die stets neue Möglichkeiten zum dopen erfinden immer einen lukrativen Markt geben. Angebot und Nachfrage bestimmen nunmal den Markt!
    Ich bezweifele das so eine anti-Doping Kommission bzw Einheit einen langfristigen Erfolg erzielen können. Klar kann so ein Generalangriff auf die Dopingsünder für einen kurzen Zeitraum viel bewirken, jedoch gibt es so viele verschiednere Dopingarten die diese Einheit eventuell noch nicht einmal kennt. Ich glaube der Kampf gegen das Doping wird es immer geben! Der Sport und das Doping, vorallem im Spitzensport, bei dem wenige Prozente mehr viel bewirken können. Das war doch schon im frühen Rom, Athen und sonst wo auf der Welt der Fall. Es wird leider immer Verlierer geben, die unsportlich zu Gewinnern werden wollen!

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  15. Sehr guter Artikel zu einem extrem schweren und empfindlichem Thema.
    Leider wurde die russische Sportnation ins Fadenkreuz der Kritik genommen. Bestimmt haben genug russische Sportler gedopt, um die Verbannung zu rechtfertigen, jedoch kann ich mir kaum vorstellen, dass andere Nationen weniger dopen. Wie @klecker1893 schon erwähnt hat läuft ein Usain Bolt einen Weltrekord nach dem anderen – ohne zu dopen?? Schwer zu glauben!
    Man kann nur hoffen, dass Russland 2016 in Rio starten darf und die neue Anti – Doping Taskforce einzelne Sportler entlarvt, anstatt dass ganze Nationen bestraft werden.

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