Zuschauer: „Traditionsverein“ vs. „Kommerzverein“

Wolfsburg, Leverkusen Hoffenheim: In den vergangenen Jahren haben sich zunehmend sogenannte „Kommerzvereine“ in der Beletage des deutschen Fußballs etabliert. Eine Erfolgsgeschichte? Nur zum Teil. Die Zuschauerzahlen bereiten den Clubs Sorgen.

 Bildschirmfoto 2016-04-25 um 14.12.50.png

Denn selbst erfolgreiche und auch international aktive „Kommerzvereine“ wie der VfL Wolfsburg oder Bayer 04 Leverkusen schaffen es nicht, auch nur annähernd so viele Zuschauer ins Stadion zu locken wie abstiegsgefährdete „Traditionsvereine“, zum Beispiel der VfB Stuttgart oder der 1.FC Köln.

Kleine Arenen

Eine Erklärung hierfür könnte natürlich sein, dass die Arenen dieser „Kommerzvereine“ kleinere Zuschauerkapazitäten haben. Die Volkswagen Arena des VfL Wolfsburg fasst zum Beispiel 30.000 Zuschauer, die BayArena von Bayer 04 Leverkusen 30.210 Zuschauer und die neu erbaute Wirsol Rhein-Neckar Arena von 1899 Hoffenheim verfügt auch nur über eine Kapazität von 30.150 Besuchern.

Auf der anderen Seite stehen die meist älteren, aber allesamt modernisierten und teilweise ausgebauten Stadien der „Traditionsvereine“, die weitaus höhere Zuschauerkapazitäten aufweisen. Ein Beispiel dafür ist die Mercedes-Benz Arena des VfB Stuttgart, welche bereits 1933 erbaut wurde und seither mehrfach umgebaut und umbenannt wurde. Sie bietet Platz für 60.441 Zuschauer. Oder das RheinEnergie Stadion des 1.FC Köln, das immerhin 50.000 Zuschauer fasst.

Doch sollte man auch erwähnen, dass die „kleineren“ Stadien der „Kommerzvereine“ nicht nur klein, sondern darüber hinaus selten voll ausgelastet sind. So lockte selbst das Champions League Spiel des VfL Wolfsburg gegen den russischen Vertreter ZSKA Moskau am 15.09.2015 lediglich gut 20.000 Zuschauer in die Volkswagen Arena. Wohlgemerkt: Champions League! Dies macht deutlich, dass das Interesse der Fußballfans am Verein VfL Wolfsburg trotz der letztjährigen Vizemeisterschaft, der dadurch verbundenen Teilnahme an der UEFA Champions League und dem enormen sportlichen Erfolg dennoch nicht allzu groß ist. Im Vergleich dazu wollten immerhin 59.500 Zuschauer das Bundesligaspiel der beiden Traditionsvereine VfB Stuttgart und 1.FC Köln am 16.08.2015 live in der Mercedes-Benz Arena verfolgen. Offenbar besitzt ein „Traditionsduell“ immer noch eine deutlich größere Anziehungskraft.

Auswärtsfahrt

Jedes zweite Wochenende begleiten Fans ihre Vereine zu Auswärtsspielen, um sie zu unterstützen. Natürlich ist auch hier die Anhängerzahl der alteingesessenen Vereine weitaus höher. Dies wurde auch am 30. Spieltag dieser Saison wieder eindeutig sichtbar. So begleiteten den VfL Wolfsburg nur rund 800 VfL Fans zum Gastspiel in das nur 200 Kilometer entfernte Bremen. Der VfB Stuttgart hingegen brachte am gleichen Spieltag zum sogenannten „Schwabenderby“ in Augsburg, was eine ähnliche Entfernung ist und damit ebenso eine Anfahrt von zwei Stunden bedeutete, knapp 3.000 Fans aus Stuttgart mit und brauchte somit das komplette Auswärtskartenkontingent auf.

Keine Fans, keine Stimmung, keine Emotionen = kein Fußball

Vor dem Hintergrund dieser Fakten und Zahlen kann man sich ausmalen, was es bedeuten würde, wenn sich noch mehr „Kommerzvereine“ in der 1. Fußball-Bundesliga etablieren würden. Der Zuschauerschnitt könnte sinken und das Stadionfeeling, das mit Fangesängen, Choreographien und puren Emotionen in Verbindung gebracht wird, würde darunter leiden. Der Fußball lebt von den im Stadion ausgelebten Emotionen, sie lassen einen Stadionbesuch erst einzigartig werden! Vor allem deshalb besuchen Fans die Fußballspiele ihrer Vereine – ansonsten könnten sie auch für viel weniger Geld und Zeitaufwand einen lauen Nachmittag auf der Couch verbringen. Ein Fußballspiel in einer gut besetzten Fußballarena ist Unterhaltung und Stimmung pur.

Von Generation zu Generation = Tradition

Zudem sollte man noch erwähnen, dass Traditionsvereine ihre Fans oft „vererben“. Das bedeutet, dass es zur Familientradition gehört Fan eines bestimmten Vereins zu sein. Oftmals verbindet man mit einem Verein auch schöne Erinnerungen oder Kindheitserlebnisse, die einen Fan prägen und diesen treu hinter seinem Verein stehen lassen. Das verbindet oftmals ganze Familien mit IHREM Traditionsverein!

 

Autor:

Michèl Schäfer

 

Bild:

https://www.flickr.com/photos/trickster_gt/13009130255/in/photolist-kPzcce-fo1Awm-e81UXE-fTi77Q-kPB9nS-fTieA6-fTjewS-fTjFs8-fTjjue-fKDpXf-fTjt1H-kPzbbg-fTiMBa-aYGueZ-fTkhuv-fTiTqV-fTjwu7-e81M5u-fTiThP-8ZDBuV-fTjKU3-fTjBD4-fTj1w2-fTjFPu-ahYsfe-fTjRdR-fTiZTD-5PzvDW-fTje3A-fTjYcw-fTiqXp-fTjjdf-84VdLk-fTiXja-fTifs6-fTiTzh-7EY3XV-fTi2XN-fTj4sU-fTiGZA-fTiR7Y-fTiTw9-bKvJde-fTijj5-9X4ttt-84YjwC-kPz9nr-fTi5TM-fTi5Me-fTjkR3, 25.04.2016

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/champions-league-gruende-fuer-die-niedrigen-zuschauerzahlen-beim-vfl-wolfsburg-a-1058901.html, 25.04.2016

https://www.facebook.com/Traditionsvereine/photos/a.747555968704757.1073741852.373398352787189/861688697291483/?type=3&theater, 25.04.2016

http://www.vfb.de/de/aktuell/meldungen/news/2016/matchfacts-fc-augsburg-vfb/page/11375-1-3-.html, 25.04.2016

 

 

13 Kommentare zu „Zuschauer: „Traditionsverein“ vs. „Kommerzverein“

Gib deinen ab

  1. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Ich beäuge das Thema rund um die Kommerzvereine genau so kritisch. Viele Traditionsvereine wurden durch Kommerzvereine auf der ersten Bundesliga verdrängt und das darunter die Stimmung und die „Fankultur“ leidet ist keine Frage. Ich hoffe das dennoch die restlichen Traditionsvereine den Kommerzvereinen die Stirn bieten können und weiterhin in der Bundesliga bestehen bleiben.

    Gefällt mir

  2. Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um die Verteilung der Fernsehgelder (Stichwort: Team Marktwert) ein gutes Thema. Traditionsvereine bringen regelmäßig viele Zuschauer in die Stadien. Vereine wie Hoffenheim oder Leverkusen bringen selbst zu Auswärtsspielen in unmittelbarer Nähe (Stuttgart bzw. Köln) nicht genügend Fans mit um das zu Verfügung stehende Kontingent aufzubrauchen. Mit Leipzig wird nächste Saison wahrscheinlich der nächste Kommerzverein aufsteigen. Zudem sind mit Bremen, Stuttgart und Frankfurt einige Traditionsvereine in akuter Abstiegsgefahr. Für die Attraktivität der Bundesliga ist dies meiner Meinung nach nicht förderlich. Die Bundesliga ist nämlich im Gegensatz zur Premier League keine TV Liga, sondern eine Stadion Liga. Saison für Saison werden Zuschauerrekorde aufgestellt. Mit den aktuellen Entwicklungen sehe ich dies gefährdet. Vereine wie Darmstadt, mit einem Stadion wie dem Böllenfalltor (welches nicht einfach auf grüner Wiese gebaut wurde, wie beispielsweise Hoffenheim, Augsburg oder Mainz) tun der Bundesliga gut – werden aber durch Clubs wie RB Leipzig zunehmend aus der Liga verdrängt.

    Gefällt mir

  3. RB Leipzig wird genau das Gegenteil beweisen und als Kommerzverein viele Zuschauer in die Stadien bringen. Schaut man sich die Standorte der Kommerzvereine in der Bundesliga an sind diese oft schon von anderen Vereinen „besetzt“. Leverkusen im Rheinland hat zahlreiche Konkurrenten mit Köln, Düsseldorf, auch Dortmund und Schalke. Hoffenheim liegt im Einzugsgebiet von Karlsruhe, Mannheim, Mainz und eventuell noch Stuttgart. Wolfsburg ebenso unattraktiv und mit Hannover und Braunschweig in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die Konkurrenz Vereine spielen z. T. deutlich länger in den oberen Ligen mit.
    Leipzig hat den Standort Vorteil und bald Bundesliga zu bieten im Gegensatz zu Vereinen wie Dynamo Dresden, Cottbus, etc. die zudem oft noch unter Ausschreitungen ihrer Fans leiden.
    Leipzig hat großes Potenzial was die Zuschauer angeht, auch als Inbegriff eines Kommerzvereins.

    Gefällt mir

  4. Meiner Meinung nach werden Traditionsvereine stets mehr sympathisiert als Kommerzvereine.
    Menschen verbinden besondere Ereignisse mit ihrem Traditionsverein und dazu wird eine gewisse Fankultur seit Jahren gelebt. Diese Vereine haben eine Identität und leisten einen gewissen kulturellen Beitrag in der Bundesliga.
    Das Geld der Investoren fördert meist Antipathie. Beispielsweise hat in England Manchester City bei vielen durch den Aufkauf eines Scheiches an Sympathie verloren.
    Man merkt nicht nur in der Bundesliga, dass trotz des Geldes und eingekaufter Top Spieler, eine Tradition mehr zu bedeuten hat. Dies ist an den Fakten und Besucherzahlen zu belegen.
    Ich hoffe, dass in Zukunft die Traditionsvereine es trotzdem schaffen den Kommerzvereinen die Stirn zu bieten, sodass in ein paar Jahren nicht nur Kommerzvereine in der ersten Bundesliga vertreten sind.

    Gefällt mir

  5. Als „Nicht-Stadion-Gänger“ begrüße ich Vereine wie RB Leipzig oder den VfL Wolfsburg. Damit erhoffe ich mir eine Verbesserung der fußballerischen Qualität in der Liga. Auch haben diese Vereine ein enormes Potential die Dominanz von Bayern und Dortmund zu unterbrechen. Denn diese zwei Vereine sind national das Maß aller Dinge und können international mit den Top-Klubs mithalten. Im Vergleich zu Spanien und England ist der deutsche Fußball in der Breite deutlich schlechter aufgestellt und hat Aufholbedarf.
    Im deutschen Fußball sollte sich etwas ändern und eine Lösung gefunden werden, die für beide Parteien (Stichwort: Team Marktwert, @klecker1893) profitabel ist. Kommerzvereine muss man akzeptieren und begrüßen, vor allem um wieder international vermehrt vertreten zu sein.

    Gefällt mir

  6. Ich stimme maxneubauer zu. Im deutschen Fußball stechen nur wenige Vereine heraus. Um an die Topclubs wie Bayern und Dortmund heranzukommen, gibt es für die „kleineren“ Vereine nur zwei Möglichkeiten. Zum einen die eigene Jugendarbeit verbessern und dabei selbst junge/gute Spieler auszubilden. Die zweite Möglichkeit wäre gute externe Spieler einzukaufen. Hierfür benötigen sie allerdings die finanziellen Mittel. Da in der Sportart Fußball sehr viel Geld steckt, bedarf es lange Zeit und sehr gute Entscheidungen, um an das finanzielle Level von Bayern heranzukommen. Das wird meiner Meinung nach keinem Traditionsverein so schnell gelingen. Deshalb gehen viele den Weg über Sponsoren oder eben reiche Inhaber. Dies bietet ihnen die Chance international mitzuspielen und macht die Bundesliga möglicherweise wieder spannender.

    Gefällt mir

  7. Der Vergleich zwischen Traditions- und Kommerzverein, wie in diesem Artikel beschrieben, fällt in den meisten Fällen zu missgunsten der verpönten Kommerzvereine aus. Es stellt sich doch eine bedeutende Frage. Auf welchem Wege kommen Kommerzvereine wie RB Leipzig in die deutschen Topligen? Ganz eindeutig: Durch sportlichen Erfolg. Ist dieser nicht ausschlaggebend? Schließlich herrscht jedes Jahr aufs neue ein Wettkampf zwischen allen Mannschaften. Dieser hat die selben Spielregeln für alle. Wäre es nicht einmal ein neuer und interessanter Denkansatz, dass Traditionsvereine wie der VfB Stuttgart und der SV Werder Bremen ihre jetzige sportliche Situation durch jahrelanges Missmanagement selbst verschuldet haben? Zur Veranschaulichung von Missmanagement feinster Art möchte ich ein Exempel am VfB Stuttgart statuieren. Seit der letzten Meisterschaft im Jahr 2007 wurden die dadurch resultierenden finanziellen Wettbewerbsvorteile nicht sinnvoll genutzt. Millionen wurden in den Sand gesetzt. Die Transfers von Ciprian Marica (Ablösesumme: 8 Mio.€) oder Pavel Pogrebnyak (Ablösesumme: 5 Mio.€) sind die berühmtesten Fehleinkäufe. Zusätzliche Gelder aus Sponsorenverträgen wurden ebenfalls nicht ökonomisch genutzt. Genau in diesem Punkt unterscheiden sich die kriselnden Traditionsvereine von Kommerzvereinen. Klubs wie RB Leipzig sind vom Greenkeeper bis hin zum Vorstand perfekt durchstrukturiert und nutzen ihre finanziellen Mittel weitaus effektiver. Der Fairness halber muss erwähnt werden, dass auch Kommerzvereine dem Financial FairPlay der FIFA unterliegen und wie alle anderen Vereine Profite erwirtschaften müssen.

    Gefällt mir

  8. Abwärtstrend der Traditionsvereine und Aufwärtstrend der Kommerzvereine, dies mag für viele Fans der Traditionsvereine ein schwerer Schock sein. Doch man muss sich ganz klar vor Augen halten, dass den Kommerzvereinen eine bessere finanzielle Basis zur Verfügung steht. Mit dem Geld können neue und bessere Spieler eingekauft werden, somit wird die sportliche Leistung verbessert. Außerdem ist es ihnen möglich, mehr Geld in die Jugendarbeit zu investieren und somit einen Mehrwert für den deutschen Fußball in der Zukunft zu schaffen, da die Sportler mit besseren Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten bessere Leistungen erbringen können. Dies führt wiederum dazu, dass die Liga auch in Zukunft interessant bleibt und das Gesamtniveau des Fußballs in der Liga angehoben wird. Ein negativer Aspekt der Kommerzvereine ist jedoch, dass sie durch die erkauften Leistungen unsympathisch wirken. Viele Fans sind “nur” Erfolg Fans, was der deutschen Fankultur definitiv schadet. Dass die Fankultur ein existenzieller Bestandteil des Fußballs ist und somit einen wichtigen Teil zur Bundesliga beiträgt ist allgemein bekannt. Aus diesem Grund ist es ebenso wichtig, Traditionsvereine in der Bundesliga zu haben. Für die Fans der Traditionsvereine ist die Tradition und die damit verbundene Momente und Erinnerungen wichtiger als Geld und das soll auch so bleiben. Die Traditionsverein sind auf die Unterstützung ihrer Fans angewiesen und nur so kann ein Stadionbesuch das gleiche Erlebnis in Zukunft bieten wie heute. So schön und wichtig eine intakte Fankultur für den deutschen Fußball ist, am Ende zählt die Leistung der Mannschaft, da der Grundgedanke des Sports ist, dass das bessere Team gewinnen soll.

    Gefällt mir

  9. Für mich hat es ArthurB schon sehr gut erörtert. Warum muss man auf den Kommerzvereinen „herumhacken“ anstatt den Ansatz selbst bei den Traditionsvereinen zu suchen? Wo wurden Fehler begangen, Gelder falsch investiert oder die Augen vor offensichtlichen Missständen verschlossen? Kommerzvereine können sich schließlich nicht in die erste Liga einkaufen, sondern müssen sich, wie alle, durch sportliche Erfolge nach oben arbeiten. Natürlich wird in dem Artikel hauptsächlich auf die Situation an den Spielstätten selbst wert gelegt und behält auch mit seinen Aussagen recht: Kommerzvereine bringen durchschnittlich weniger Fans mit in die Stadien, was für die Fankultur und die Athmosphäre ein großer Nachteil ist. Traditionsvereine haben eben meistens Fans, denen es egal ist, wie weit entfernt die Mannschaft spielt – man fliegt sogar zahlreich unter der Woche für die Vereine ins Ausland, gegebenenfalls der Verein spielt international – und die Fans fühlen sich verpflichtet ihre Mannschaft zu vor Ort zu unterstützen, eben weil so eine tiefe, meist schon in der Kindheit beginnende, Verbundenheit besteht. Selbst Kommerzvereine, die schon lange in der ersten Bundesliga spielen, wie Bayer Leverkusen, schaffen das nicht. Anscheinend hat der Traditionsverein eine andere Art Fan, was sich schlecht erklären lässt, denn dafür gibt es für mich keine logische Erklärung. Schaffen Traditionsvereine es besser ihre Fans zu emotionalisieren oder wurde die Fankultur Kommerzvereinen nie richtig aufgebaut? Als Außenstehende, schwer zu sagen. Zu hoffen ist, dass die Traditionsvereine sich die Kommerzvereine als Vorbild nehmen, was das Wirtschaften angeht. Es wäre schade, wenn durch Geldmangel viele Traditionsvereine aus der ersten Liga absteigen würden und das Feeling in den Stadien verloren geht. Darunter würde, meiner Meinung nach, der Fußball sehr leiden und seine Attraktivität verlieren, was für die Sportart selbst ein noch größerer Verlust wäre.

    Gefällt mir

  10. Ich bin ebenfalls der Meinung von ArthurB und Nico. Und sehe es auch nicht als Nachteil an wenn mehr Kommerzvereine in die Bundesliga aufsteigen. Auch Kommerzvereine werden mit der Zeit eine größere Fangemeinde aufbauen und auch die Liga wird wieder deutlich spannender.

    Gefällt mir

  11. Meiner Meinung nach hat juliabirkert es in ihrem Kommentar schon auf den Punkt gebracht. Traditionsvereine haben offensichtlich eine andere Fankultur, welche sich fast als eine große Familie sieht und bereit ist freie Tage für Besuche im Stadion zu opfern wenn IHR Verein spielt. Kommerzvereine können besser wirtschaften, bringen dennoch viele sportliche Erfolge hervor, wie die Bundesligatabelle zeigt.
    Nichts desto trotz wäre es schade wenn die Vereine, egal ob Traditions- oder Kommerzverein bald vor leeren Stadien spielen müssten. Das deutsche Fußball würde verloren gehen wenn aus den Stadien keine Fangesänge mehr zu hören wären und es nicht mehr wöchentlich vor den Stadien zu riesigen Menschenmassen kommen würde. Diese kommen um ihren Verein (egal wo) zu unterstützen und einfach das Stadionfeeling miterleben möchten, welches nun mal laute Gesänge, Choreographen und pure Emotionen aller Art beinhaltet.

    Gefällt mir

  12. Ich würde mich da auf keine der Seiten schlagen. Es ist sicherlich weitaus emotionaler ein Spiel eines Traditionsvereins mitzuerleben. Allerdings machen schon lange nichtmehr nur Emotionen den Fußball aus, Geld spielt eine unfassbar große Rolle. Somit gebe ich Arthur Recht, Kommerzvereine sollte nicht so sehr verpönt werden, da mehr Geld auch Erneuerungen und mehr Spannung im Fußball bedeuten könnte.

    Gefällt mir

  13. Es steht außer Frage, dass Kommerzvereine, wie der durch Red Bull unterstützte Verein RB Leipzig, einen gewissen finanziellen Wettbewerbsvorteil haben. RB Leipzig konnte bereits in der zweiten Liga Transfersummen aufbringen, die selbst die damals von Hoffeheim bezahlten Summen in den Schatten stellen. Dieser finanzielle Vorteil bringt gerade in den unteren Ligen noch einen enormen Vorteil, da wie ArthurB bereits gesagt hat, der sportliche Erfolg das Ziel aller Vereine ist. Wie dann maxneubauer ebenfalls schon richtig analysiert hat, liegt in eben jenen finanzstarken Vereinen eine Chance die Dominanz des FC Bayern oder des BVB’s an der Spitze der Bundesliga auf lange Sicht in Gefahr zu bringen. Zu den angesprochenen Zuschauerzahlen kann man Stuttgarter Recht geben. RB Leipzig genießt nächste Saison das Privileg, der einzige Verein, seit dem Abstieg von Energie Cottbus, in der Bundesliga zu sein, der aus dem Osten Deutschlands kommt. Ich denke nicht, dass es dem Verein an Zuschauern mangelt, auch nicht an Auswärtsfans. Diese Fehde zwischen Kommerzvereinen und Traditionsvereinen ist nur deshalb so präsent, da sich die Traditionsvereine wie bereits gesagt, durch Missmanagement und daraus folgendem sporlichen Misserfolg selbst in die unteren, abstiegsgefährdeten Regionen der Tabelle gebracht haben. Ich sehe in RB Leipzig, welche auch durch ihre nachhaltige Transferphilosophie (ausschließlich junge Spieler verpflichten) bestechen, eine große Chance die fußballerische Qualität in der Bundesliga zu erhöhen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

WordPress.com.

Nach oben ↑