„ Tudo bem“ – ist wirklich alles gut in Rio?

Der Countdown läuft, es sind nicht einmal mehr 100 Tage bis zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio. Doch die Stadt hat weit größere Sorgen als nur der Zeitdruck.

Politisches Chaos

Rio steckt momentan in einer Regierungskrise. Die Präsidentin Dilma Rousseff soll möglicherweise im Mai amtsenthoben werden. Damit stellt sich die Frage, wer die Spiele im Maracaña-Stadion eröffnen wird. Außerdem schwebt ein milliardenschwerer Korruptionsskandal über den Politikern des Landes und gegen 60 % dieser werden strafrechtliche Ermittlungen erhoben. Brasilien steckt in der tiefsten Krise der Demokratie seit Ende der Militärdiktatur 1985.

Wirtschaftstief

Doch nicht nur die Regierung wackelt, sondern auch die gesamte Wirtschaft. Statt durch Reformen die Wirtschaft wieder anzukurbeln, war Präsidentin Rousseff überwiegend damit beschäftigt, Stimmen gegen ihre Absetzung zu sammeln. Die Politik der üppigen Sozialprogramme, die Menschen den Aufstieg in die Mittelschicht ermöglichen und den Konsum ankurbeln soll,  ist kaum noch zu finanzieren. Außerdem brechen Rohstoffeinnahmen weg sowie der Konsum. Die Arbeitslosenrate liegt nun bei über 10% und es sind über 10 Millionen Arbeitslose verzeichnet.

Krankheiten

Viele Besucher überlegen sich zweimal, das Risiko einzugehen, sich mit dem Zika-Virus zu infizieren. Rio sei zwar nicht stark betroffen und die Moskitos, die den Virus übertragen, seien im südamerikanischen Winter nicht so aktiv, doch die Angst ist vorhanden. Doch dies ist nicht alles, auch der H1N1– Virus, der die Schweinegrippe verursacht, hat allein dieses Jahr schon 230 Todesopfer gefordert. Weitreichende Impfkampagnen sollen nun den Virus eindämmen.

Probleme der Infrastruktur

Das wichtigste Infrastrukturprojekt, die Metro-Linie nach Barra zum Olympiapark, wird womöglich nicht fertig. Dieses Projekt nimmt ein Viertel der Gesamtkosten in Anspruch und sollte es nicht pünktlich fertig gestellt werden, müssten die Besucher, auf einer ohnehin schon verstopfte Straße, ca. 40km vom Zentrum zum Olympiapark in Pendelbussen zurücklegen.

Im April stürzt durch sehr starken Wellengang ein Abschnitt des Radweges, der auf Pfeilern getragen wurde, ein und reißt zwei Männer in den Tod. Doch nicht nur halbfertige oder wieder zerstörte Bauten bereiten den Verantwortlichen Sorgen. Für viele Sportler war ein produktives Training schlichtweg unmöglich, da in verschiedenen Sportstätten der Strom und somit auch die Ergebnisanzeigen aus fielen. Des weiteren hapert es an Boden- und Dachkonstruktionen, was ein Training unter diesen Bedingungen fast unmöglich macht.

Umweltbelastungen

Die Lagune, in der die Segelwettkämpfe stattfinden, wird durch Fäkalien, Abwässer und multiresistente Keimen verunreinigt, was zu einem immer wiederkehrenden Fischsterben führt. Die Wasserqualität ist miserabel, was Wassertests beweisen. Schwimmender Müll ist nicht nur ein unschönes Bild der Lagune, es sollte auch tunlichst vermieden werden, in diese zu fallen. Themen der Umweltverschmutzung stehen schon seit längerem auf der Agenda der Politik, doch können durch die Größe der Bucht keine kurzfristigen Erfolge verzeichnet werden.

Komische Stimmung unter den Brasilianer

Durch die verschiedenen Probleme ihres Landes wollen die Brasilianer nicht richtig in Stimmung kommen. Von den 7,4 Millionen Tickets sind bis heute nur 62% verkauft. 30% an ausländische Besucher und 70% an die Einwohner Brasiliens. Doch wie allgemein bekannt, interessieren sich die Brasilianer überwiegend für Fußball, somit wird anderen Sportarten kaum Beachtung geschenkt. Des weiteren trüben die sportlichen Aussichten die Vorfreude der Brasilianer. Der Schwimm-Olympiasieger César Cielo verpasste die Qualifikation. Die beste brasilianische Sprinterin und südamerikanische Rekordhalterin Ana Claudia Lemos verpasst wegen eines Doping-Falles die Spiele. Doch immerhin sind die Organisatoren der Spiele guter Dinge. Rios Bürgermeister Eduardo Paes sowie der IOC Vertreter Christopher Dubi versichern: es gibt „keinerlei Besorgnis“. Die Organisatoren setzen auf die traditionelle Begeisterungsfähigkeit und auf die Lebensfreude der Brasilianer. Sie sagen „tudo bem“ – „alles gut“.

Autoren:

Ramona Birlin, Dimitra Petkoudi

Quellen:

http://www.abendblatt.de/sport/article207484611/100-Tage-vor-Rio-Krise-Krankheiten-und-Chaos.html Zugriff:(09.05.16)

http://www.krone.at/Welt/100_Tage_vor_Olympia_Christus_weint_ueber_Rio-Politische_Krise-Story-507988 Zugriff: (09.05.2016)

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.olympische-spiele-in-rio-olympia-im-schatten-der-krise.267752c3-cb55-46c7-9e2d-b7697cf02aef.html Zugriff: (09.05.2016)

Bildquelle:

http://media.aws.iaaf.org/media/LargeL/2aedfe70-89e4-4fe2-9faa-50ac261f6a44.png?v=-765202709 Zugriff:(09.05.2016)

13 Kommentare zu „„ Tudo bem“ – ist wirklich alles gut in Rio?

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  1. Sogar Ex Weltfußballer Rivaldo rät Fans und Zuschauern nicht zu den Olympischen Spielen zu kommen. Dies hängt mit einem Raubüberfall zusammen bei welchem ein junges Mädchen ums Leben kam. Rivaldo selbst meint, dass sich die letzten Jahre die Lage in Brasilien drastisch verschlechtert hat und es sehr gefährlich ist sein Heimatland zu besuchen.
    Vergleicht man jedoch die offiziellen Zahlen, so erkennt man sogar eine Abnahme der Gewalt in Rio.
    Zu dieser Geschichte kommen eben noch die aufgelisteten Punkte im Beitrag hinzu, welche natürlich auch dazu führen könnten, dass Olympia dieses Jahr kein Erfolg wird.
    Jedoch sind meiner Meinung nach die Olympischen Spiele immer noch das größte Sportereignis auf der Welt und die Zuständigen werden sich darum kümmern, dass die ersten Olympischen Spiele in Südamerika erfolgreich über die Bühne gehen. Auch Politiker sollten sich darum kümmern ihr Land in einem guten Licht darzustellen und den Zuschauern bzw. Touristen alle guten Seiten von Brasilien darzulegen.

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  2. Als es 2009 zur Verkündung des Austragungsortes der Olympischen Spiele 2016 kam, war sich jeder bewusst, dass Rio zwecks Infrastruktur, politischer Lage etc. unter keinem guten Stern stand. Trotz allem hat man versucht, dass Beste aus dem Ganzen herauszuholen. Meiner Meinung nach ist dies nicht wirklich gelungen. Dies zeigt auch der Artikel. Es gibt genügend Hindernisse, die zu überwältigen sind und die auch die Olympischen Spiele in den kommenden Monaten in Gefahr bringen können. Brasilien ist nun mal ein Land, dass mit einer hohen Gewaltrate zu kämpfen hat. Dies wusste man aber auch schon 2009. Auf der anderen Seite bringen die Olympischen Spiele Brasilien und gerade Rio einen Fortschritt in ihrer Wirtschaft. Allerdings finde ich, hätte man durch die WM 2014 in Brasilien mehr für die Olympischen Spiele herausholen können. Ich bin gespannt, wie sich die politische Lage, oder auch der weitere Kartenverkauf in den nächsten Wochen verändern wird. Brasilien bzw. Rio ist zu wünschen, dass sich die Olympischen Spiele wie in den letzten Jahren zu einem Erfolg entwickeln.

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  3. Ich finde es allgemein schrecklich, dass sich Länder immer mit sportlichen Großveranstaltungen wie die Fußball WM/EM oder den Olympischen Spielen brüsten wollen. Dabei wird viel zu viel Geld in irgendwelche Sachen gesteckt, die später kein Mensch mehr benötigt und das ganze Land konzentriert sich nur darauf, dass diese Veranstaltung ein Erfolg wird. Anstatt sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren. Wie in diesem Artikel beschrieben hat Rio bzw. Brasilien genug andere Probleme, wie zum Beispiel das Zika-Virus, das H1N1-Virus, die politische Situation und die Umweltverschmutzung. Selbst wenn sie es schaffen die Wasserqualität zu verbesseren, wird diese Großveranstaltung eine so große Umweltbelastung für Rio darstellen, dass es meiner Meinung nach nichts gebracht hat.

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  4. Rio geht es schon seit mehreren Jahren „schlecht“. Dieses Problem war auch schon vor der Fußball WM Thema, da man der Welt tolle Spiele präsentierte und die schlimmen Dinge unter den Teppich kehrte. So nun auch vor den Olympischen Spielen. Ganz so schlimm wie 2008 in Peking wird es nicht sein, dennoch ist es verständlich dass es Proteste gibt. Ein Olympisches Fest zu feiern während es der Wirtschaft und der Gesellschaft schlecht geht ist mehr als fragwürdig.

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  5. Die Olympischen Spiele sind DAS Fest des Sports weltweit, die ganze Welt kommt um gemeinsam eine fantastische Zeit zu haben. Ziel ist auch das Land, in welchem die Spiele stattfinden kennen zulernen, nach Möglichkeit mit positiven Erlebnissen. Ich bin mir sicher, dass die Brasilianer trotz der jetzt im voraus auftauchenden Probleme tolle Spiele ausrichten werden. Auch was die Sicherheit angeht, glaube ich, dass man sich während Olympia nicht mehr Sorgen machen muss als vor Terroranschlägen bei der EM in Frankreich.
    Problematisch sind die ganzen negativen Schlagzeilen um die Vorbereitungszeit. Es kann nicht sein, dass die Bauarbeiten am Olympischen Dorf knapp 3 Monate vor Öffnung wegen Sicherheitsverstößen gestoppt werden und noch weniger kann es sein, dass Menschen bei den Bauarbeiten ums Leben kommen, wie es schon bei den Vorbereitungen für 2014 passiert ist.
    Bezugnehmend auf die im Beitrag genauer aufgelisteten Probleme hätte es Brasilien, wohl ganz Südamerika, gut getan noch ein paar Jahre zu warten, bis sich eine positive Entwicklung stabilisiert, bevor ein solches Ereignis ausgerichtet wird, um diese Schlagzeilen zu umgehen.
    Denn es gibt wohl kaum eine bessere Bühne und demnach eine Chance ein Land durch eine Stadt zu präsentieren als die Olympischen Spiele, aber nicht um jeden Preis!

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  6. Traurig, aber wahr! Wie Nico schon anspricht, sind sportliche Großveranstaltungen in Länder mit wirtschaftlichen, politischen oder ökologischen Problemen reine Geldverschwendung. Es wird Geld in unnötige Dinge gesteckt, anstatt sinnvoll zu investieren.
    Leider wird es vermutlich ähnlich sein wie bei der WM 2014, dass sich während und nach den Spielen niemand mehr um die Probleme der Bürger kümmert. Ein kurzes wirtschaftliches Hoch wird eintreten, nachhaltig ist das aber nicht.
    Man sollte nun weniger das Land Brasilien kritisieren,sondern sollte seinen Fokus auf die Menschen richten, welche den Austragungsort vergeben.
    Für die Zukunft ist zu hoffen, dass die Olympischen Spiele wieder weniger negative Schlagzeilen mit sich bringen und die Vorfreude auf dieses Event überwiegt.

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  7. Bei der Veranstaltung sportlicher Großevents ist die Nachhaltigkeit dieser Projekte immer ein großes Thema. Da frage ich mich an dieser Stelle, wo die Nachhaltigkeit der WM 2014 in Rio zu sehen ist, wenn bei dem nächsten sportlichen Großevent in Rio wieder alles Kopf steht. Mit ein entscheidender Grund bei der Vergabe des Austragungsortes war die Emissionsverminderungen als Nachhaltigkeitsindikator, nur scheint diese Vision nun leider auch zu scheitern..

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  8. Rio de Janeiro ist eine wunderschöne Stadt mit viel Potenzial und südamerikanischem Flair. Aber ist es wirklich ratsam eine Olympiade an ein Land zu vergeben, welches vor Korruption, Gewalt, Armut, mangelnder Infrastruktur und höchster Kriminalitätsrate nur so strotz?
    Schon bei der WM 2014 hatte Brasilien Probleme – trotz großer Unterstützung – die Termine für die Fertigstellung der Stadien und der damit verbundenen Infrastruktur einzuhalten.
    Wie fabianmadzar bereits erwähnt hat, meldet sich nun eine bekannte Persönlichkeit des Landes zu Wort. Rivaldo, brasilianischer Weltmeister von 2002. Er appelliert an potenzielle Besucher der Olympischen Sommerspiele ihre Reise nicht anzutreten, da dies aufgrund der hohen und weiter steigenden Kriminalität in Brasilien, aber vor allem in Rio, lebensgefährlich sein könnte.
    Das Olympische Komitee muss sich aktuell Vorwürfe gefallen lassen, dass sie vor der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2016 keine ordentlichen Recherchen in Punkto Rio vorgenommen haben. Sei es in Bezug auf die Wasserqualität in den einzelnen Buchten, die Öffentlichen Verkehrsmittel und deren Verbindungen oder das öffentliche Interesse der Brasilianer selbst an Olympischen Spielen.
    Leider ist auch zu erkennen, dass Brasilien keine Lehren aus Fehlern und Missständen während der Fußball-WM 2014 in seinem Land gezogen hat.
    Es wurden keinerlei Verbesserungen, egal in welcher Hinsicht getätigt.
    Es fehlt an allen Ecken und Kanten. Sportstätten und Arenen werden nicht fertig oder sind nicht nutzbar.
    Der Transport von Athleten und Besuchern zu Sportstätten und Quartieren ist aufgrund von nicht fertig gestellter und schlechter Infrastruktur nicht gewährleistet.
    Die Kriminalitätsrate steigt weiter an, was gleich bedeutend damit ist, dass die Sicherheit der Landesbewohner und der Besucher, für die Organisatoren, nicht zu gewährleisten ist.
    Zu alledem kommt hinzu, dass die Bevölkerung Brasiliens sich vornehmlich nur für Fußball interessiert. Andere olympische Sportarten sind wenig populär, was sich auch im Medaillenspiegel immer wieder zeigt. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Brasilianer auch bei dieser Olympiade keinen Platz unter den Top 20-Nationen der Medaillenausbeute einnehmen.
    Beachtet man all dies, spricht vieles gegen eine gute Durchführung und alleine schon die Vergabe der diesjährigen Sommerspiele an Rio.
    Nun wie auch immer, die Entscheidung ist für Rio gefallen und die Gelder sind geflossen. Es sind nicht einmal mehr 100 Tage bis zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im altehrwürdigen Maracana zu Rio de Janeiro. Wenn in Bezug auf die im Text beschriebenen Probleme nicht schnellstens einige Wunder geschehen, sehe ich schwarz für den reibungslosen Ablauf der diesjährigen Olympischen Spiele.
    Ansonsten kann ich nur sagen: „Lasst die Spiele beginnen und möge Fortuna mit allen Athleten sein!“ Denn das haben sie sich verdient!

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  9. Horrorszenarien gibt es vor sportlichen Großveranstaltungen nahezu immer. Natürlich sind Probleme wie das verschmutzte Wasser sehr unschön. Schlussendlich wird aber pünktlich zu Olympia alles wieder geregelt sein.
    Ich erinnere kurz an die WM 2014 in Brasilien. Hier gabs es im Vorfeld auch alle möglichen Horrorszenarien. Gewalttaten, Gelbfieber, Demonstrationen, Probleme mit der Infrastruktur. Während der Weltmeisterschaft hat man dann überhaupt nichts mehr davon mitbekommen. Ich als Besucher der WM 2014 auch nicht (außer einer Person die sich im Vorfeld der Partie Deutschland – USA in Recife an einen Kreisverkehr gekettet hat um zu protestieren).
    Es ist selbstverständlich schade, dass es Brasilien schlecht geht. Allerdings finde ich persönlich es wichtig, dass auch große Veranstaltungen wie die Weltmeisterschaft im Fußball oder Olympia in Länder wie Brasilien kommen. Denn es ist für das Land auch eine Chance und mir allemal lieber als Katar und Co.

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  10. Von Anbeginn an standen die olympischen Spiele in Rio unter einem schlechten Stern. Meiner Meinung nach eine etwas unglückliche Vergabe. Die Olympiade ist nicht zu vergleichen mit der WM 2014, denn Brasilien ist das Land des Fussballes und hatte in diesem Bereich eine solide Infrastruktur. Jetzt kommen auch noch politische und wirtschaftliche Probleme hinzu, welche bisher in diesem Ausmaße noch nicht vorhanden gewesen sind. Politische und wirtschaftliche Instabilität setzten Brasilien, seit der WM 2014, stark zu. Der wirtschaftliche Boom blieb nach der WM im eigenen Land aus. Brasilien muss allen voran die Sicherheit seiner Gäste garantieren können und im Endspurt vor den olympischen Spielen, vor allem die An- und Abfahrtswege zu den Sportstätten signifikant verbessern, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, ansonsten könnte die mangelnde Organisation, gepaart mit der hohen Kriminalität, schnell für ein großes Chaos sorgen. Um dieses Ziel noch erreichen zu können muss jedoch ein kleines Wunder geschehen und alle Beteiligten, einschliesslich die Brasilianer, müssten an einem Strang ziehen. Noch knapp 100 Tage bis zur Eröffnung im altehrwürdigen Stadion von Maracana. Zweifelsohne wird dieser Ort, nach dem 7:1 Sieg von Deutschland über Brasilien, wieder Geschichte schreiben, ob im positiven oder negativem Sinne bleibt abzuwarten.

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  11. Sport-Großveranstaltungen in entwicklungsschwache Länder zu bringen, um eben diesen Ländern einen wirtschaftlichen Aufschwung zu beschaffen, halte ich für den falschen Ansatz. Klar auf kurze Sicht sorgt so ein Event für weltweite Puplicity und enorme Einnahmen durch Tourismus, jedoch verschwindet dies, sobald das Turnier beendet ist. Auf lange Sicht kann man aber sehen, dass jegliche Investitionen welche für das Turnier getätigt wurden, keine Früchte tragen. Millionenteure Stadien die teilweise als Busdepots umfunktioniert werden sind sinnbildlich für solche Missinvestitionen.
    Genau solche Geldausgaben vom Staat stößt den eigentliche Hilfebedürftigen Einwohner ganz bitter auf. Unmut breitet sich aus und das beeinflusst dann auch die Stimmung im Lande. Brasilien ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Nachdem man aus der WM kaum Lehren ziehen konnte, kommt nun Olympia und alles beginnt von neu. Die Bewohner werden aus ihren Favelas getrieben, da diese guter Baugrund für teure Wohnugnen und Hotels zu bauen. Da muss man sich einfach nicht wundern, dass selbst Spieler wie Rivaldo, welche die brasilianische Mentalität und Bevölkerung am besten kennen, den Menschen abrät Brasilien für Olympia zu besuchen.

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  12. Ich sehe das größte Problem in der Kluft zwischen Bevölkerung und und Zuschauern. Hier ist ein enormer Reichtumsunterschied zu verzeichnen. Der ärmere Teil der Bevölkerung wird und kann es nicht tolerieren das einerseits der Staat Gelder im mehrstelligen Millionenbereich für die Spiele ausgibt aber auch das Leben im Überfluss vieler Zuschauer wird in ihnen eine gewisse Wut hervorrufen. Ich hoffe die Spiele laufen friedlich ab.

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  13. Wie in dem Artikel schon ausführlich beschrieben hat Brasilien in vielen Hinsichten Probleme, ob diese de Politik, Kriminalität oder Krankheiten betreffen. Natürlich bieten solche Großveranstaltungen, welche Begeisterung auf der ganzen Welt hervorrufen, jedem Land eine reisen Chance sich von seiner besten Seite zu präsentieren und evtl. neue Seiten zu zeigen. Aber meiner Meinung ist Brasilien noch nicht so weit Veranstaltungen in diesem Maß auszurichten, wie der Artikel eben deutlich zeigt, gibt es viel zu viele Schwierigkeiten. Menschen die bei Bauarbeiten umkommen, nicht fertig gestellte Bauarbeiten kurz vor Olympia oder diverse Krankheiten und Kriminalität halten durchaus Touristen fern, was eben die Haupteinnahmequelle solcher Länder ist. Falls die Olympischen Spiele in Rio kein großer Erfolg werden, was es in meinen Augen Geld das verschwendet wurde das man anders hätte einsetzten können, beispielsweise um das Land „aufzubauen“. Aber natürlich hoffe ich das beste und das die Brasilianer noch zeigen was sie können um sich eben von der besten Seite der Welt zeigen zu können.

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