Public Freezing: Die WM 2022 bei Glühwein und Lebkuchen

Seit der umstrittenen  WM-Vergabe im Dezember 2010 an Katar stehen sowohl das Gastgeberland als auch die verantwortlichen FIFA Funktionäre in der Kritik. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Selbst der ehemalige DFB Präsident Theo Zwanziger bezeichnet Katar als „Krebsgeschwür des Fußballs“ und rät Fans von einer Reise zur WM ab.

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Die Kritik fand einen erneuten Höhepunkt im März 2015, als die WM genau terminiert wurde. Das Eröffnungsspiel wird am 21. November und das Finale am 18. Dezember 2022 stattfinden. Schnell wurden kritische Stimmen aus den europäischen Topligen laut, dass eine solche Winter-WM die Vereinsgeschäfte drastisch beeinflussen werde. Rummenigge, als Chef der European Club Association, einer Vereinigung der europäischen Top Ligen,  fordert eine Entschädigung von Seiten der FIFA, um die ausbleibenden Einnahmen und anfallenden Kosten zu decken. Die Bundesliga müsste beispielsweise ab Oktober pausieren, da die Nationalteams eine gewisse Vorbereitungszeit benötigen. Der Spielbetrieb könnte dann nicht vor Mitte Januar wieder aufgenommen werden und würde demnach bis weit in den Juni reichen. Doch Stand jetzt verneint die FIFA diese Forderung mit der Rechtfertigung, dass bis zur WM noch genug Zeit sei, um die Änderungen der Spielpläne zu planen.

Aber um diese Winter-WM so gut wie möglich in den Saison Plan einzubauen, wird es wohl kaum reichen, nur die Termine der direkt betroffenen Saison zu ändern. So müssen mindestens auch die direkt angrenzenden Saisontermine abgeändert werden. Eine besondere finanzielle Katastrophe stellt das für die Premier League dar. Der 26. Dezember, der sogenannte Boxing Day,  würde wegfallen. Dies ist ein Spieltag der fest in die Tradition der Liga verankert und vor allem ein  großer Bestandteil der milliardenschweren TV Deals ist.

Aber diese Entscheidung stellt nicht nur jede einzelne Liga vor eine Herausforderung. Was passiert mit der Champions League oder der Europa League? Hier fallen zu diesem Zeitpunkt üblicherweise die letzten Entscheidungen wer in die K.O. Spiele einzieht.

Doch was ist eigentlich mit dem Wintersport, bei dem zu diesem Zeitpunkt die Weltcups auf Hochtouren laufen? Normalerweise übertragen ARD und ZDF die Wettkämpfe fast ausnahmslos, doch bei einer gleichzeitigen Fußball WM werden die Einschaltquoten für den Wintersport wohl drastisch zurückgehen. Aber nicht nur der Wintersport wird betroffen sein, auch Sportarten wie Basketball oder Handball, die zu dieser Zeit auch ihre Hochphase haben, werden darunter leiden.

Noch lauter wird die Kritik, als im Dezember 2015 ein verbesserter Bericht der Internationalen Gewerkschaftsunion (ITUC) erscheint. Danach ist mit ca. 7000 Toten Arbeitern in Katar bis zum Beginn der WM zu rechnen. Damit korrigierte der Verband die erste Prognose um 3000 Todesopfer nach oben. Top-Gründe seien mangelnde Sicherheit an den Arbeitsplätzen und Arbeit bis zur Erschöpfung. Amnesty International Expertin der Golfstaaten, Regina Spöttl, erzählt von durchschnittlich einem Toten pro Tag. Das Hauptaugenmerk der schlechten Verhältnisse liegt auf dem sogenannten Kafala-System. In diesem System sind die Arbeiter quasi Leibeigene ihrer Arbeitgeber, mit der Abgabe ihrer Pässe geben die Betroffenen auch alle Rechte in die Hände der Arbeitgeber, welche für sie bürgen. Im Sommer 2015 versprach Arbeitsminister Abdullah Bin Saleh al-Khulaifi eine neunzig prozentige Besserung der Arbeitsverhältnisse. Katar hat wenig versprochen und noch weniger gehalten – titelte der Spiegel daraufhin.

Auch mit diesem halblebigen Versprechen lässt sich Bin Saleh al-Khulaifi bis heute ein Hintertürchen offen – passiert ist bis jetzt noch nichts. Auch weil die FIFA nicht genügend Druck ausübt. Der Verband rechtfertigt seine Untätigkeit damit, dass diese Todesopfer nicht an Baustellen für Stadien sterben, sondern hauptsächlich an solchen für andere Infrastrukturprojekte. Dass diese Infrastrukturprojekte nur aufgrund der WM ins Leben gerufen wurden, ignoriert die FIFA.

Warum eine Fußball-WM dennoch in ein Land vergeben wird, das halb so groß ist wie Hessen, wo es absolut keine Fußballtradition gibt und Menschenrechte verachtet werden, werden wohl nur die korrupten FIFA Funktionäre wissen.

Bild:

http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/5543167824/in/photolist-orUZTy-9rLZHT-9rQe4q-orUq41-9rQd1o-9rQkYy-9rM3Ht-oJnhYS-oJ8nQ2-orUY2Y-9rPVQ7-9rLYo4-orV79Z-orUvNB-orURCW-oJ8pu4-orUT89-9rQbF3-9rQ7hs-9rQ3TQ-9rLZiP-orUSeK-oGnez3-orUKpT-9rPVks-9rPXv7-9rQ5oA-9rQ4KY-9rM4ma-9rMmaV-9rM1it-9rM4Mn-9rMjKB-9rQf33-9rQ9XW-9rQ1Y7-9rQ65s-oJ8ewi-9rPWAY-oJ8cGX-9rQ6Ju-9rM23M-9rMiEZ-9rQ7QE-9rQ8wo-9rQ1fh (17.05.2016)

Quellen:

http://www.welt.de/politik/ausland/article150086819/Gewerkschaft-rechnet-mit-7000-Toten-bis-zur-WM.html (16.05.2016)

http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/gewinner-und-verlierer-der-verlegung-der-wm-2022-in-qatar-13446976.html (16.05.2016)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katar-2022-amnesty-kritisiert-ausbeutung-der-gastarbeiter-a-1034816.html (16.05.2016)

http://www.sz-online.de/nachrichten/bundesliga-vereine-fordern-eine-entschaedigung-3046476.html (16.05.2016)

http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2022-in-katar-antworten-zum-winter-turnier-a-1020244.html (16.05.2016)

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fifa-wm-2022-ein-toter-am-tag-auf-baustellen-in-qatar-13617177.html (16.05.2016)

14 Kommentare zu „Public Freezing: Die WM 2022 bei Glühwein und Lebkuchen

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  1. Ich finde das die Fifa einfach ein korrupter und unsportlicher Verband ist. Es dreht sich doch alles eigentlich nur noch um Geld. Aber das Fussball eigentlich auch Menschlichkeit und Fairness verkörpert wird komplett ignoriert. Wie kann solch ein Verband weg schauen wenn Menschen streben für die Fußball WM? Man könnte immerhin Kritik ausüben und versuchen etwas zu bessern, aber im Endeffekt wird die Schuld mal wieder anderen zugeschoben. Unfassbar was Geld einfach alles bewirkt, mir fehlt bei der Fifa einfach durch und durch die Menschlichkeit.

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  2. Die Fakten über diesen Austragungsort sprechen nicht gerade für eine Austragung der WM. Wie bereits in dem Artikel erwähnt wurde, bringen die Termine nicht nur Spielbetriebe aus der Bahn, es werden zudem andere Sportarten, die zu dieser Zeit für gewöhnlich hohe Einschaltquoten erzielen, eingedämmt. Dass eine Zahl von Toten prophezeit werden kann, finde ich äußerst skandalös, normalerweise sollen Todesfälle bei einem Bau wie diesem ein Ausnahmefall sein und nichts Alltägliches! Was war also der ausschlaggebende Punkt für die Wahl von Katar? Da kann man erneut nur auf korrupte Geschäfte der FIFA tippen..

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  3. Langsam aber sicher muss man sich fragen, um was es in der FIFA eigentlich wirklich geht, der Fußball wird es wohl kaum sein. Geld regiert die Welt, und wie in diesem Artikel sehr gut gezeigt wird, auch den Fußball. Die WM in einem Land auszuüben, dem jegliche Infrastruktur fehlt, dass keinerlei Erfahrung mit solchen Mega-Events hat und dies nicht mal die kleinsten Probleme des Landes sind, ist unverantwortlich. Dazu kommen natürlich noch die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Geld hin oder her, aber ein so großer und bedeutender Verband sollte mehr darum bemüht sein, auf gerechte oder zumindest menschliche Arbeitsbedingungen zu achten. Doch was macht das für einen Unterschied? Wir als Gesellschaft schauen trotzdem die WM, keiner wird auf die spannenden Fussballspiele verzichten, weil in Katar 7000 Menschen gestorben sind. Somit wird ein Problem der FIFA zu einem Problem unserer Gesellschaft. Sind wir wirklich bereit solche Zustände zu tolerieren und der FIFA somit wieder ein Skandal durch gehen zu lassen ? Haben wir überhaupt eine Chance es nicht zu tolerieren ? Ich persönlich finde es erschreckend wie viel Geld mit Fußball generiert werden kann. Im Grunde ist es ein Sport, der gut vermarktet wurde. Meiner Meinung nach sollte er jedoch nicht diese Relevanz haben, über mehr als 7000 Menschenleben zu gehen, um den Leuten vor dem Fernseher einen guten Abend mit einem spannenden Spiel zu bereiten und den Verantwortlichen die Taschen mit noch mehr Geld zu füllen. Des weiteren sollte die WM nicht die anderen Ligen sowie andere Sportarten stören. Klar, der Terminkalender ist voll, viele Sportarten wollen ihre Zeit, in der sie im Fernsehen ausgestrahlt werden. Doch dass der Wintersport in den Winter gehört und nicht plötzlich auch im Sommer ausgeübt werden kann, nur damit die FIFA machen kann was sie möchte, sollte selbstverständlich sein. Mit jeder Neuigkeit wird mir die FIFA unsympathischer. Ich würde mir wünschen, dass ein Umdenken in der Gesellschaft statt findet und dass nicht alles toleriert wird, was die geldgierige FIFA veranstaltet. Dies würde möglicherweise auch zu einem Umdenken bei den Vorständen führen oder wäre zumindest wünschenswert.

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  4. Ich stimme sinahiddemann zu. Es ist schon schlecht genug die WM so zu datieren, dass alle Spielpläne umstrukturiert werden müssen und Ligen, Vereine und andere Sportarten finanzielle Einbußen machen. Aber das man eine Anzahl an Toten vorhersagen kann ist einfach wahnsinnig. 7000 Tote und die FIFA redet sich mit einer einfachen Ausrede raus. Wenn die WM schon in Katar stattfindet, könnte man diese Großveranstaltung wenigstens nutzen um etwas zu verbessern. Die FIFA hätte Katar beispielsweise klare Vorgaben zu Arbeitsbedingungen geben müssen. Dies hätte wenigstens eine kleine nachhaltige Verbesserung bewirken können. Im Endeffekt war es natürlich eine schlechte Entscheidung die WM nach Katar zu bringen. Der FIFA ist dabei Geld wichtiger, als der Sport und die Menschlichkeit.

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  5. Ich kenne persönlich keine Person, welche die WM Vergabe an Katar begrüßt. Die Vergaben nach Südafrika und Brasilien konnten teilweiße schon kritisch gesehen werden, aber Katar setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Was soll mit den Stadien passieren, wenn die WM (welche gut 1 Monat dauert) vorbei ist? Wahrscheinlich werden diese dann ähnlich wie in Brasilien zu Busdepots umfunktioniert. Jedoch bezweifle ich stark, dass es in Katar so viele Busse überhaupt gibt.
    Gianni Infantino hätte direkt nach seiner Wahl zum FIFA-Präsidenten ein starkes Zeichen setzen können, indem er die WM 2022 neu ausgeschrieben hätte. Aber das ist dem Guten dann wahrscheinlich doch zu viel. Denn dann würde man ja jene korrupte Funktionäre verärgern, welche einen gewählt haben.

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  6. Als Verantwortlicher für die Vergabe der WM muss man sich wirklich schämen. Ich kann nicht nachvollziehen, wie das guten Gewissens entschieden werden kann. Den Spielbetrieb zu verschieben ist eine Sache, aber Menschenleben zu opfern, um so viel Geld wie möglich erhalten zu können ist einfach eine Schande für den Fußball. Meiner Meinung nach muss ein Zeichen gesetzt werden und Mannschaften wie Deutschland, Spanien, Brasilien, usw. sollten einfach nicht teilnehmen. Genauso betrifft es die Spieler- wie kann man jemanden ernst nehmen, der sich immer für soziale Projekte engagiert, aber in so einen Fall dann alles totschweigen will. Solchen Verbänden, Vereinen und Spielern vertraut man doch im Endeffekt nicht mehr. Anstatt nur Fairness und Mitgefühl vorzuspielen, sollte sich tatsächlich mal jemand trauen die WM zu boykottieren. Es würde bestimmt auch schon reichen, wenn ein paar sich zusammenschließen und sich gemeinsam weigern. Auch wenn das sehr vielen Fans bestimmt einen Stich gibt – ich würde lieber auf die WM verzichten, wenn dafür dann keine Menschen sterben müssten. Aber so wie es sich immer wieder bestätigt, ist Geld eben mehr wert das Leben so vieler Menschen.

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  7. Warum die Wahl auf Katar gefallen ist, ist unverständlich. Für Katar hat die WM keine Nachhaltigkeit, wie Tobias Kl schon erwähnte, was passiert nach der WM? Das Land ist nicht für ein solches Mega-Event „ausgestattet“. Nicht nur die fehlende Infrastruktur sondern auch die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen wären Gründe die WM nicht in Katar stattfinden zu lassen. Es ist schon unfassbar, dass Prognosen erstellt werden wie viele Tote es bei den Bauarbeiten allein für die WM geben wird, aber das die Zahl der Menschenleben auf ca. 7000 hochgeschraubt wurde ist unvorstellbar und müsste allen die Augen öffnen. Aber die FIFA ist schon so weit, dass Geld eben mehr zählt als das Leben eines Bauarbeiters in Katar.
    Zudem kommen die Einbußen der Einschaltquoten in anderen Sportarten, welche eben nicht mal kurz verschoben werden können, wie der Wintersport zum Beispiel. Fußball, insbesondere die WM, sollte Menschen begeistern, jegliche Emotionen bei uns hervorrufen und die ganze Welt in einer Weise miteinander verbinden, allerdings sieht man an Katar dass der Fußball bzw. die FIFA skrupellos geworden ist.

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  8. Die WM 2006 in Deutschland war gekauft und alle schreien auf, dabei passiert das doch wieder und wieder 2010 Südafrika 2014 Brasilien 2020 Katar … alles Länder die mit den Stadien und allem anderen was extra für die WM gebaut wird nichts anfangen können. Und trotz großer Empörung findet die WM genau dort statt wo sie geplant war bzw dort wo am meisten Schmiergelder geflossen sind. die Reichen profitieren und die Bürger und Arbeiter leiden größtenteils darunter. Das Fernsehen verkauft dem Zuschauer dann ein Land das in Emotionen gehüllt ist und indem alles wunderbar funktioniert. Es wird sich auch nicht bessern, da es um immer mehr Geld gehen wird. Ich finde es dennoch eine Zumutung eine WM im Winter zu veranstalten und wie im Artikel genannt sämtliche Ligen und Sportarten zu „hintergehen“.

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  9. Da stellt sich doch einfach wieder die Frage, was sich die FIFA eigentlich dabei gedacht hat ?!
    Unabhängig davon, ob wir 2022 nun auf dem Weihnachtsmarkt mit nem Glühwein in der Hand public viewing schauen.
    Viel schlimmer ist dabei, dass es von der FIFA selbstverständlich ist, hinzunehmen, dass in Katar Zwangsarbeiter beschäftigt werden unter unmenschlichen Bedingungen. Die Zahl der 7000 Tote spricht ganz für sich. Wacht endlich auf !
    Das Land hat, wie auch im Artikel erwähnt, keinen Nutzen nach der WM.
    Letztlich geht es allen nur um Geld.
    Auch über die Terminierung der anderen Übertragungen, Sportarten und Meisterschaften macht sich niemand Gedanken. Es scheint so, als ob man dem Fußball hinterher trotten müsste, weil die FIFA das so will.

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  10. Eine WM bei Glühwein und Lebkuchen an sich, wäre für mich kein Problem. An und für sich wäre das mal eine Abwechslung, sodass man auch im Winter mal ein großes Fußballfest im TV mitverfolgen kann. Jedoch geht es in diesem Fall Qatar weniger darum, ob man die WM nun im Biergarten oder vor dem Kamin schauen kann, sondern um die Art und Weise wie es zu diesem Entschluss kam.
    Ohne Abstimmung mit den nationalen Verbänden, ohne Rücksicht auf die wichtigsten Turniere auf Vereinsebene (Champions League, Europa League), ohne nachhaltige Auflagen für das Land Qatar, in welchem bereits 7000 ZWANGsarbeiter bei Baumaßnahmen für die WM ihr Leben lassen mussten.. Hier liegt das Problem! Hätte man das Projekt Winter-WM frühzeitig und, unter Betrachtung der bereits genannten Kritikpunkten, organisiert geplant, wäre der weltweite Aufschrei massiv geringer. Jedoch hat sich die FIFA so wenig Mühen gemacht, die offensichtliche Korruption in diesem Fall zu verschleiern, sodass man sich darüber einfach nur echauffieren kann, einem nichts bleibt als den Kopf zu schütteln und man nur hoffen kann, dass nicht noch mehr Menschen im Zuge der Geldgier der FIFA-Funktionäre ihr Leben lassen müssen.
    Wie TobiasKl bereits erwähnt hat, wäre das ein optimaler Start für Gianni Infantino, sich rein zu waschen von all den Zweifeln und Vorfällen und ein klares Zeichen zu setzen. Jedoch kann ich da nur zustimmen, dass das wahrscheinlich nicht möglich ist, da man die FIFA und deren Funktionären besser nicht verärgert.

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  11. Fußball und Glühwein? Klingt verlockend!
    Leider gibt es, wie schon bei der WM 2014 in Brasilien, sehr viele Kritikpunkte wie Zwangsarbeiter und Todesopfer wegen schlechten Arbeitsbedingungen. Das ist alles schlimm, tragisch und eigentlich inakzeptabel. Jedoch vergisst das jeder sobald seine Nation auf dem Platz steht und nach dem Turnier wird darüber nicht mehr geredet. So viel zu der WM Vergabe Katar und den Bedingungen dort.
    Dass die WM im Winter stattfindet ist ein anderer Kritikpunkt. Doch mit der Zeit kommen Veränderungen, Neuerungen und Innovationen. Vergleichbar ist das mit den Montagsspielen in der ersten Bundesliga (https://sportkrisenblog.com/2016/05/04/montagsspiele-in-der-1-fussball-bundesliga-fluch-oder-segen/#more-854). Am Anfang ist der Aufschrei sehr groß und am Ende versöhnt sich jeder mit der Sache. Auch hier gilt eben eine gewisse Kompromissbereitschaft aller Beteiligten. Premier League, Champions League etc. haben genügend Zeit (über sieben Jahre! @marcopustelak) um sich darauf einzustellen und umzuplanen. Für Stadiongänger gibt es sogar Vorteile, denn dadurch ist eine Pause in den Wintermonaten möglich.
    WM im Winter ist eine sehr gute Idee, leider mal wieder in einem von der FIFA gewähltem kritischen Land.

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  12. Alles spricht gegen Katar deswegen ist es für mich komplett unverständlich wieso die WM dort, noch dazu zu dieser Jahreszeit stattfindet. Es heißt zwar oft man sollte Traditionen brechen und mal etwas anderes ausprobieren hier ist das jedoch der völlig falsche Weg. Erschreckend finde ich vor allem, dass es zu so einer hohen Anzahl an toten Arbeitern erst kommen konnte. Die FIFA beweist doch ständig worauf sie alles Einfluss hat im Fußball und dann soll es nicht möglich gewesen sein für bessere Arbeitskonditionen zu sorgen? Das nenne ich höchstes Maß an Unverantwortlichkeit und zeigt wieder mal wie in den anderen Kommentaren schon erwähnt wie korrupt die FIFA ist und scheinbar auch ohne Veränderungen bleiben wird.

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  13. Die WM- Vergabe an Katar ist das beste Beispiel dafür was die Fifa unter Sepp Blatter verkörperte: Business and money over everything.
    Ein Akt der Selbstheuchelei und des absoluten Nonsens ist die Vergabe an den Ölstaat Katar gewesen. Es drehte sich einzig und allein um Geld. Die Missachtung der Menschenrechte und die systematische Ausbeutung von Arbeitern durch das Kafala- System sind der Fifa von Anfang an völlig egal gewesen. Selbst auf Nachdruck der gesamten Fußballwelt reagierte die Fifa nur sporadisch und scheinheilig. Wie in der Vergangenheit auch übt sich die Fifa im Aussitzen des Problems und hofft auf die Ermüdung der Gegner Katars. Abgesehen von diesen gravierenden Problemen wird wohl die Änderung der nationalen und internationalen europäischen Spielpläne für das größte Beben in Fußball- Europa sorgen. Verbände und Teams müssen mit Milliardenverlusten rechnen. Der Rhythmus des europäischen Fußballs wird dadurch für einige Jahre gestört werden. Die WM in Katar ist von Anfang an zum scheitern verurteilt gewesen und wird meiner Meinung nach auch noch scheitern, wenn sich alle Gegner der WM in Katar zusammenschließen bleiben sowohl der Fifa, als auch den Kataris nur eine Möglichkeit – Die Rücknahme der Vergabe.

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  14. Meiner Meinung nach ist die WM Vergabe nach Katar ein absolutes NO GO. Alles spricht dafür, dass es sich hierbei nur um Geld dreht und der sportliche und fußballerische Aspekt nicht in Betracht gezogen wird.
    Das die WM außerdem zur Winterzeit stattfindet, sorgt bei vielen Fans für Verärgerung. Es wird die Frage sein, ob zur WM in Qatar das richtige „Feeling“ aufkommt, wie sonst auch. Es bleibt abzuwarten, wie die WM 2022 bei den Fans ankommt und ob es tatsächlich ein schlauer Zug der Fifa war oder nicht.

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