Der AC Mailand im Sturzflug – Spielzeug eines millionenschweren Medienmoguls

18-facher italienischer Meister, 7-facher Champions-League-Sieger, 3-facher Weltpokalsieger. Titel über Titel. Die Rede ist von einem der geschichtsträchtigsten Fußballvereine weltweit, dem AC Mailand. Doch wagt man einen Blick auf die Tabelle des italienischen Oberhauses der letzten Jahre, so sucht man auf den internationalen Startplätzen vergebens nach dem einstigen Titelaspiranten. Auf der Liste der Ursachen steht neben Missmanagement, Vetternwirtschaft oder schlichtweg dem Mangel an fußballerischer Qualität vor allem eine Personalie. „Il Cavaliere“, Silvio Berlusconi.

CALCIO: DERBY; BERLUSCONI GIUNTO AL 'MEAZZA'
Silvio Berlusconi steht kurz vor dem Verkauf des AC Mailand

Juventus Turin gegen AC Mailand, so lautete das Finale des italienischen Pendants zum DFB-Pokal, der Coppa Italia. Nach Jahren der Titelflaute und des nicht Erreichens eines internationalen Turniers, fieberten Milan-Fans weltweit diesem Finale entgegen. Nachdem man den wichtigen sechsten Platz, welcher zur Qualifikation für die Europa League gereicht hätte, mit nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen fahrlässig verspielt hatte, wäre bei einem Sieg gegen den 5-maligen Serienmeister Juventus Turin die Qualifikation für Europa gesichert. Mit einem Pokalsieg wollte sich auch der Eigentümer des Klubs, Silvio Berlusconi, von seinem AC Mailand verabschieden, jedoch kam es nicht zum überraschenden Titel. Das Tor in der 110. Minute von Juventus Stürmer Alvaro Morata zerstörte nicht nur alle Hoffnungen der Tifosi auf eine Rückkehr ins internationale Geschäft, sondern auch den Wunsch Berlusconis, mit einem Erfolg abzutreten.

Die Ära Berlusconi begann im Jahr 1986, als der spätere Ministerpräsident Italiens die Aktienmehrheit am Verein erwarb. Von da an fand der Verein zurück in die Erfolgspur und entwickelte sich mehr denn je zu einem der größten und wichtigsten Fußballvereine der folgenden Jahrzehnte. Internationale als auch nationale Titel in Hülle und Fülle, ein stets ausverkauftes Stadio San Siro mit atemberaubender Stimmung und ruhmreiche Spieler als auch Trainer dominierten das Bild des AC Mailand über Jahre. Sie sorgten dafür, dass Mailand zum Nabel Europas im Sachen Fußball wurde. Die Frage ist nun, wie ein Verein der über Jahre mehr als erfolgreich funktionierte, von heute auf morgen im Tabellenmittelfeld der italienischen Liga versinken konnte?

Familienclan Berlusconi

Sucht man den Fehler im Management des AC Mailand, kommt man an der Personalie Silvio Berlusconi nicht vorbei. Als Eigentümer und bis zum Jahr 2004 Präsidenten des Vereins hatte er absolute Befehlsgewalt und herrschte eigensinnig in eiserner Manier. Berlusconi, ein beispielhafter Narzisst, ist nicht bekannt dafür sich in seine Machenschaften und Pläne reinreden zu lassen. Selbst Ratschlägen von Milan-Legenden wie Paolo Maldini oder Gianni Rivera schenkte er kein Gehör.

Datiert man einen symbolischen Wendepunkt des AC Mailand, fällt dies auf das Jahr 2013. Silvio Berlusconis unsichtbarer und stiller Berater Ariedo Braida warf das Handtuch. Er war der Strippenzieher hinter dem Erfolg des Vereins, diente als Talentsucher, pflegte Kontakte ins Ausland und war maßgeblich für sämtlichen Top-Transfers der letzten Jahrzehnte verantwortlich. Die Gründe warum Braida zurück trat sind bis heute unklar, jedoch munkelt man, dass der überraschende Eintritt von Silvio Berlusconis Tochter Barbara in die Geschäftsführung Auslöser für die Amtsniederlegung war. Barbara Berlusconi sollte von nun an mit dem bisherigen Geschäftsführer Adriano Galliani die Führung des Vereins übernehmen. Ariedo Braida steht inzwischen übrigens beim FC Barcelona unter Vertrag und streckt seine Fühler von nun an für die Katalanen nach Talenten aus.

Prekäre Finanzsituation

Nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich steckt die italienische Serie A tief in der Krise. Im Vergleich zu anderen europäischen Top-Ligen, wie der Bundesliga oder der Premier League, hat man den Sprung in die Neuzeit nicht geschafft. Globalisierung, die Nutzung und Vermarktung durch das Internet oder nachhaltige Infrastrukturplanung, all das ging scheinbar unentdeckt an den italienischen Fußballvereinen vorbei. Die italienische Liga und deren Vereine versinken mit Verbindlichkeiten in einer Gesamthöhe von drei Milliarde Euro, dem gegenüber steht lediglich ein kumuliertes Eigenkapital von 254 Millionen Euro, tief in den Schulden. Und auch hier ist der AC Mailand einer der Paradebeispiele dafür, wie der Mangel an Weitsicht selbst einen erfolgreichen Verein ins sportliche und finanzielle Nirwana bringen kann.

Finanziell musste sich der AC Mailand in den letzten Jahren so gut wie keine Gedanken machen, hatte man doch mit Silvio Berlusconi einen der wohlhabendsten und einflussreichsten Italiener als verlässlichen Geldgeber. Doch auch die Glücksträne beim visionären Medienunternehmer geht einmal zu Ende. Auch hier steht das verhängnisvolle Jahr 2013 im Mittelpunkt. Die Ermittlung und Verurteilung Berlusconis als Steuerbetrüger und der daraus resultierende Verlust seines Mandats im italienischen Parlament, aber auch das unter Leitung seiner Tochter Barbara gescheiterte Projekt des Stadionneubaus mit entstandener Vertragsstrafe in Höhe von 31 Millionen Euro, gingen an ihm nicht spurlos vorbei.

Letzteres ist nun vermutlich mit der größte Grund, weshalb Silvio Berlusconi nicht mehr so spendabel ist wie in früheren Zeiten und der AC Mailand nun Jahr für Jahr rote Zahlen schreibt. Kein eigenes Stadion, bei weitem keine ausverkauften Spiele und die Baufälligkeit des veralteten Wahrzeichens des Vereins, dem Stadio San Siro, sind schuld an der finanziellen Misere der Rossoneri. Beispielhaft dafür wie ein sich selbst tragender Fußballverein funktioniert und floriert ist Juventus Turin. Die alte Dame hatte nach dem Wiederaufstieg in die Serie A durch den Bau der eigenen Arena, dem Juventus Stadium, eine Geschäftsbasis geschaffen, welche den Verein unabhängig vom Mäzenatentum wirtschaftlich stets vorantreibt.

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Vorbei sind die Zeiten, in denen dieses Wappen für Aufruhr in ganz Europa sorgte

Ausländische Investoren der einzige Ausweg

Ausgerechnet auf Facebook, einem ausländischen Medium welches nicht Teil der hauseigenen Firma Mediaset ist, hatte Silvio Berlusconi veröffentlicht, den AC Mailand zum Ende der Saison zu verlassen und seine Aktienmehrheit abzugeben. Beauftragt wurde dafür ein Sportmakler, welcher den Prestigeverein, dessen Markenwert Berlusconi auf rund eine Milliarde Euro dotiert, auf dem ausländischen Markt anbieten solle. Interessenten kommen vor allem aus Fernost. Wie Stadtrivale FC Internazionale Mailand bereits durch den Verkauf an den indonesischen Unternehmer Erick Thohir vorgemacht hat, so steht der Verein nun kurz vor dem Verkauf an den Chinesen Jack Ma. Ma ist ein millionenschwerer Geschäftsmann und der Gründer des Online-Versandhändlers Alibaba, dem asiatischen Pendant zu Amazon. Demnach ist Berlusconi nicht bereit die gesamten Anteile abzugeben, jedoch sollen zwei Drittel der Aktien verkauft werden, um nicht das gesamte Mitspracherecht bei den Lombarden zu verlieren.

Sollte es zum Verkauf und dem Ende der Ära Berlusconi kommen, bleibt nur zu hoffen, dass der AC Mailand schnellstmöglich, aber auch nachhaltig und mit einem gewissen Weitblick, zurück in die Erfolgsspur und zu alter Stärke findet. Denn ein Verein mit solch einer Historie und Fans auf der ganzen Welt darf nicht im Niemandsland der nationalen Liga versauern, sondern sollte Top-Vereinen in ganz Europa ein ebenwürdiger Gegner sein.

Autor: Marco Pustelak

Bildquellen:

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Literaturquellen:

http://www.nzz.ch/sport/fussball/berlusconi-verkauft-ac-milan-das-letzte-spiel-des-patriarchen-ld.83537

http://wirtschaftsblatt.at/home/life/sport/4992908/Chinesische-FussballInvestoren-buhlen-um-britischen-Spielerberater

http://www.acmilan.com/en/club/history

http://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/Fussball-WM-Italien-Gewaltige-Herausforderung-3616268

http://www.sueddeutsche.de/medien/berlusconi-konzern-mediaset-europas-harte-hand-1.959864

13 Kommentare zu „Der AC Mailand im Sturzflug – Spielzeug eines millionenschweren Medienmoguls

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  1. Es ist traurig zu sehen wie so ein großer Traditionsverein den Bach runter geht. Beim AC Mailand spielten stets die größten Weltstars, wie beispielsweise Zlatan Ibrahimovic oder Clarence Seedorf. Zudem kommen junge Talente hinzu, welche aus dem eigenen Nachwuchs, wie beispielsweise Torhüter Gianluigi Donnarumma. Ende 2015 überzeugte der Torhüter mit 16 Jahren bei seinem Ligadebüt als jüngster Spieler in der Serie A und zeigte konstant gute Leistung.
    Meiner Meinung nach ist der AC Mailand kein hoffnungsloser Fall, jedoch muss das Management erneuert werden um dem Verein wieder neues Leben einzuhauchen.

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  2. Wie rauszuhören ist, ist AC Mailand ein Verein voller Talente. Traurig jedoch, dass selbst die größten Talente wenig an der Lage eines Vereins ändern können, wenn das Management versagt. Natürlich geht im Spitzensport das sportliche Talent Hand in Hand mit dem Management, womit ich sagen will, dass das Eine ohne das Andere nicht kann, jedoch ist es wirklich ein Jammer, wenn dieser einzigartige Verein auf Grund des Managements den Bach runter geht. Gute Besserung AC Mailand.

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  3. Es ist traurig mitansehen zu müssen, wie ein Top Verein immer weiter absteigt und dass dies nicht an dem Können der Mannschaft liegt. Das Zusammenspiel des Teams und des Managements ist existenziell. Da bringen einem Verein die besten Spieler nichts, wenn das Management falsch wirschaftet und die Hauptverantwortlichen selber persönliche Problemen haben, mit denen sie kämpfen müssen, und somit den Verein vernachlässigen. Es bleibt zu wüschen, dass der AC Mailand sich wieder fängt und unter einem anderen Investor wieder die Möglichkeit bekommt, sein Können zu zeigen.

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  4. Der AC Mailand ist ein gutes Beispiel dafür, dass Geld doch nicht alles ist. Es ist wichtig, dass durch ein neues Management, ein neues Marketing-Konzept entwickelt wird. Damit der Verein die Vermarktung über das Internet nutzt und somit nachhaltig plant. In solch einem großen Verein muss Hand-in-Hand gearbeitet werden, damit solch gravierende Fehler nicht passieren. Es ist dem Verein und vor allem den Spielern zu wünschen, dass sie sich bald wieder an die Spitze spielen können.

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  5. Natürlich hat man instinktiv Mitleid mit einem großen Verein, wie dem AC Mailand, der vor einer Art Scherbenhaufen steht und sich wieder aufrappeln muss. Man sollte, meiner Meinung nach, aber immer das große Ganze dabei betrachten. Muss man einen Verein bemitleiden, der nie Geldsorgen haben muss, sich frei austoben kann und bei Fehlversuchen stehts wieder vom Geld aufgefangen wird? Zudem finde ich es nicht verwunderlich, dass die Stadien nicht mehr gefüllt werden. Denkt man heute im Jahr 2016 an die besten Ligen im Fußballgeschäft, so kommen einem Spanien, England und Deutschland in den Sinn. Italien hat sich mit seiner defensiven Interpretation des Fußballs selbst ins Abseits geschossen und so Zuschauer vertrieben. Zudem bleibt die Spielmanipulationsüberführung im Hinterkopf aller Beteiligten, vor allem bei den Zuschauern. Man kann nur beobachten, wie sich der Verein AC Mailand weiterentwickelt und hoffen, dass er selbst und die gesamte Serie A wieder mit Fokus auf Fußball zu alter Größe finden wird.

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  6. Traurig und verwunderlich, wie der ruhmreiche AC Mailand, eine der erfolgreichsten Vereinsmannschaften der Welt, im Mittelmaß der italienischen Serie A versinkt.
    Alleine in den 90iger Jahren wurden die „Rossoneri“, die Rot-Schwarzen, 5 mal italienischer Meister. Aber auch zu Beginn des neuen Jahrtausends konnten sie noch etliche Titel, wie den 2maligen Gewinn der Champions League, dem höchsten und bedeutendsten europäischen Vereinstitel, sowie den Gewinn der FIFA-Club-Weltmeisterschaft feiern.
    Wie ist also der enorme Absturz zu erklären?
    Grundsätzlich darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden, dass die Attraktivität und die Stärke der gesamten ersten italienischen Liga, der Serie A, in den letzten fünf bis zehn Jahren abgenommen hat.
    Sei es durch Korruptionsfälle, die verschobene Meisterschaft von Juventus Turin mit dem damit verbundenen Zwangsabstieg in die Serie B, aber auch durch den Umstand, dass wenige beziehungsweise keine Spitzenspieler aus den eigenen Reihen nachgerückt waren und andere namhafte Spieler kein Interesse mehr hatten in Italien zu spielen.
    Ein Indiz für die Schwächen beziehungsweise dem Abfall des Leistungsniveaus in der höchsten italienischen Spielklasse, ist auch das schlechte Abschneiden der italienischen Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften nach ihrem Titelgewinn 2006 in Deutschland.
    Bei der folgenden Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, sowie der anschließenden Weltmeisterschaft in Brasilien, schied die einst so glorreiche Gli Azzuri bereits in der Vorrunde aus.
    Doch um wieder auf den AC Mailand zurückzukommen, ist der Absturz des Clubs sicher vornehmlich auf die im Verein getroffenen Fehlentscheidungen, in erster Linie vom Vereinsbesitzer Silvio Berlusconi selbst, zurückzuführen. Ein Beispiel hierfür wäre die Entscheidung seine Tochter zur Geschäftsführerin zu ernennen und den damit verbundenen millionenschweren Verlusten.
    Zudem vergraulte er dadurch seinen treuen Gefolgsmann und Erfolgsgaranten Ariedo Braida, mit dem er von Beginn an den Verein auf Erfolgskurs geführt hatte. Hier wird meiner Meinung nach wieder einmal deutlich, dass man Althergebrachtes und Erfolgreiches niemals gänzlich verändern, sondern fortschrittlich verbessern sollte. Wie heißt es so schön: „Never change a winning team!“
    Des weiteren ist das so eine Sache mit der Vetterleswirtschaft.
    Verwandtschaft oder Verbundenheit garantieren niemals eine gute Zusammenarbeit und schon gar nicht Erfolg! Denn wichtige Positionen sollten mit erfahrenem Personal besetzt sein.
    Schlussendlich wird es trotz alledem ein schwerer Weg für den AC Mailand an alte Erfolge anzuknüpfen. Auch wenn Berlusconi jetzt 2/3 seiner Anteile verkaufen sollte, bleibt die Frage, ob sich damit wirklich etwas ändern würde.
    Fakt ist auf jeden Fall, dass eine komplette Umstrukturierung des Vereins stattfinden muss, um die Misere von zuletzt drei Jahren ohne Teilnahme an internationalen Vereinswettbewerben, schnellstmöglich zu beenden. Fachleute müssen installiert werden. Finanzexperten, ebenso wie Scouter und auch Trainer, die hoffnungsvolle Talente entdecken und fördern und eine schlagkräftige Mannschaft formen können.
    Zu überlegen wäre auch ehemalige Spieler und somit Fußballexperten zu aktivieren. Leute, die mit dem Verein verbunden sind und mit Leib und Seele für die Sache und den Verein aktiv wären. Nur so, mit viel Innovation, Fachverstand, Durchhaltevermögen, Geduld und mit den richtigen Leuten kann der AC Mailand wieder zu dem werden, was er einmal war, zu einem der besten und erfolgreichsten Fußballclubs der Welt.
    „Forza il Rossoneri!“

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  7. Der AC Mailand hat sich schon vor vielen Jahren, durch Titel oder Verpflichtunen von Weltspielern, in den Köpfen der Fans als ein großer Verein verankert. Aber, wie juliabirket schon erwähnt hat, ist auch der AC Mailand ein Opfer der vielen Skandale rund um die Serie A in den letzten Jahren. Das Image und auch die Qualität der gesamten italienischen Liga hat sich verschlechtert. Will der AC Mailand wirklich wieder an die Spitze, auch die des europäischen Fußballs, geht das nur, wenn die Liga wieder attraktiver wird.
    Das ist die eine Seite, Vetterleswirtschaft die andere. 2013, mitten in der größten Krise des Clubs seit 3 Jahrzehnten, wird die Tochter des Clubinhabers Vizepräsidentin. Schwieriges Zeichen nicht nur für die Fans. Braucht der Verein nicht mal wieder fußballerische Kompetenz an der Spitze, ja vielleicht gar eine kleine Vereinslegende, mit welcher sich die Fans identifizieren können. Hier wäre eine gute Möglichkeit, wie michèl schon erwähnt hat, ehemalige Spieler des AC Mailand oder auch beispielsweise ehemalige Größen der italienischen Nationalmannschaft einzusetzen.
    Es bleibt dem Verein nur zu wünschen, dass er langsam anfängt sich zu erholen, denn ein Team wie die Rossonerri gehört mit an die Spitze des eurpäischen Fußballs!

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  8. Der AC Milan trifft seit Jahren falsche Entscheidungen und das macht sich dann am Tabellenplatz sichtbar. Wenn man sich mal den Kader diese Saison betrachtet, so kann man erkennen, dass Mailand versucht wie der FC Chelsea junge Spieler zu verpflichten und zu verleihen. Alleine diese Saison waren es 35 Spieler, jedoch beschäftigt der AC Milan nicht nur junge Talente. Zu diesen Leihspielern gehören auch ausgemussterte und alternde Profis (Robinho 31, Matri 30, Diniz 27, Nocerino 30, usw.) (Quelle: Transfermarkt.de). Zudem kauft man Profis, die schon über mehrere Jahre keine konstanten Leistungen mehr bringen (Kevin-Prince Boateng, Balotelli, …). Des Weiteren werden Spieler wie Alex 33, Mexes 34, Montolivo 31, Abate 29, Honda 29 weiter beschäftigt und kein Umbruch vorgenommen. Man kann also schon am Kader bzw. an den Transfers alleine erkennen, wie schlecht das Management in diesem Verein in den letzten jahren agiert. Klar dass man daher sportlich nichts mehr erreicht.

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  9. Im Managment des AC Mailand sollte sich was ändern. Wie Max Schmid schon erwähnt hat, war es ein Fehler alte bzw. bei anderen Vereinen ausgemusterte Spieler zu verpflichten. Es werden wieder junge Top-Spieler benötigt, die frischen Wind in die ganze Mannschft bringen können. Dabei tat es dem Club weh einen so guten Mann wie Ariedo Braida zu verlieren. Dieser hat in der Vergangenheit sehr gute Arbeit geleisten und dafür gesorgt, dass der AC Mailand stets mit Top-Spielern besetz war. Man kann nur hoffen, dass sich mit dem Ende der Ära Silvio Berlusconi einiges im Management des Vereins ändern wird. Den nur so kommt der AC Mailand wieder auf die Beine. Ob dies allerdings passieren wird bleibt fraglich.

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  10. Der AC Mailand braucht nach der Berlusconi Ära ein neues, umstrukturiertes Management. Dieses sollte voll und ganz hinter dem Verein stehen und es zu altem Glanz zurückführen. Hierfür wären mit Sicherheit ehemalige Spieler geeignet, wie Michel schon in seinem Kommentar erwähnte, da diesen der Verein am Herz liegt und sie den AC Mailand nicht am Abgrund sehen möchten. Zudem sollten auch junge Talente gefördert werden und nicht nur ältere, aussortierte Spieler die zwar Erfahrung mit sich bringen aber keinen neuen Schwung in die Mannschaft. Zu hoffen ist, dass sich die Änderung im Management positiv für die Mannschaft auswirkt und der AC Mailand bald wieder zu den Spitzenvereinen in Europa gehört.

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  11. Es ist schade zu sehen wie ein Verein von der Größe und Bedeutsamkeit wie es der AC Mailand einmal war, so abstürzen konnte. Jedoch denke ich das es nicht nur Selbstverschuldet ist. Natürlich haben im die vielen Fehlentscheidungen im Management auch dafür gesorgt, das der Verein immer weiter den Bach hinunter ging. Die Entscheidung von Berlusconi, seine Tochter als Geschäftsführerin einzusetzen zum Beispiel war eine riesige Fehlentscheidung, mit Millionen schweren Folgen. Jedoch am meisten hat die nicht vorhandene Weiterentwicklung dem verein geschadet. Die ganze Liga hatte sich verbessert und einen moderneren und effektiveren Fussball gespielt, diese Veränderung vermisst man bis jetzt bei dem einst so grandiosen AC Mailand. Eine zunehmend kompakter und besser spielende Liga und ein gleichbleibender AC Mailand haben den Verein dort hin gebracht wo er jetzt steht.

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  12. Daran sieht man einfach wieder, dass einem der Kauf der aller besten Spieler nichts bringt, solange der Verein falsch geleitet wird und das Management mit dem Kopf nicht zu 100 Prozent bei der Sache ist.
    Der Verein benötigt dringend eine Umstrukturierung, welche voll und ganz hinter dem Verein stehen muss und ihn wieder dahin zurück führen kann, wo er mal war.
    Da hilft nur Daumen drücken und dem Verein das best Mögliche zu wünschen.

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  13. Die Personalie Berlusconi ist mit all seinem Narzissmus und all seiner Extrovertiertheit wohl das größte Problem des AC Milan. Stets ist er das Gesicht des Clubs und des schillernden Erfolgs gewesen, jedoch nie das Herz und die Seele. Die strippen und das Fundament für den sportlichen Erfolg in den vergangenen Jahrzehnten legten stets andere. Das traurigste ist, dass der Berlusconi Clan es nicht geschafft hat, trotz aller Erfolge und finanzieller Vorraussetzungen den Club eigenständig Überlebensfähig zu machen. Im Endeffekt symbolisiert das Stadio San Siro die aktuelle Lage des AC Milan. Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen und nun ist der Club, wie das Stadion auch, von Grund auf Sanierungsbedürftig. Nur so ist eine Annäherung an die alten und glorreichen Zeiten möglich.

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