Rassismus, Sextape und EM-Aus – Skandale um Benzema

„Ein großer Sportler muss Vorbild sein“, ansonsten sei für Ihn „kein Platz im Nationalteam“, sagte Frankreichs Premierminister Manuel Valls. Gerichtet war dieses Statement an den Topstürmer Karim Benzema (Real Madrid). Der französische Nationalmannschaftsspieler wurde von Trainer Didier Deschamps von der diesjährigen EM in Frankreich ausgeschlossen. Sportliche Gründe hat diese schwerwiegende Entscheidung jedoch nicht, denn Benzema sorgte schon Ende des Jahres 2015 für viel Trubel. Jetzt wirft der Algerier dem Trainer rassistische Einstellungen vor.

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„Er hat sich dem Druck eines rassistischen Teils von Frankreich gebeugt“, so der Stürmerstar von Real Madrid. Hiermit traf er einen wunden Punkt Frankreichs, da dieses zunehmend einen Hang zum Rassismus aufweist. Unterstützung findet Benzema beim einstigen Nationalspieler Eric Cantona . Dieser feuert ebenfalls gegen seinen ehemaligen Mitspieler Deschamps und wirft ihm vor Bezema und Hatern Ben Arfa (OGC Nizza) auf Grund ihrer nordafrikanischen Herkunft nie in Erwägung für den Kader gezogen zu haben. Doch auch Adil Rami (FC Sevilla) hat es mit seinen marokkanischen Wurzeln in den Kader der Franzosen geschafft, was Benzema und Cantona bei ihrer schwerwiegenden Aussage wohl nicht bedacht hatten. Doch worauf basiert die Entscheidung des Trainiers den Torjäger nicht zur EM zu nehmen? Benzema gilt mit 27 Toren in 81 Länderspielen als gefährlichstes Geschütz der Franzosen. Warum also verzichtet Deschamps auf dieses Ass im Ärmel?

Der Stürmerstar hat momentan nicht nur mit dem Ausscheiden aus der Nationalmannschaft zu kämpfen, ihm könnten zudem fünf Jahre Haft bevorstehen. Angeblich war er als Komplize dreier bereits in Haft genommener Personen tätig. Diese waren Bekannte des angeklagten Benzemas und hatten seinem Mitspieler Mathieu Valbuena ( Olimpique Lyon) mit einem Sextape erpresst in dem dieser zu sehen sei. Benzema behauptete dieses Sextape gesehen zu haben und wies Valbuena dringlichst darauf hin die 150.000 Euro Schweigegeld zu zahlen, da es „heißes Material“ sei. Bisher wies dieser sämtliche Anschuldigungen von sich und habe es satt „wie ein Verbrecher“ behandelt zu werden. „Ich habe Valbuena Hilfe angeboten (…) und dann höre ich, dass ich einen Freund erpresst habe soll. Das macht mich wahnsinnig.“ Im 2016 dann aber das überraschende Geständnis seiner Lüge „ Ich hätte ihm sagen sollen, dass ich es nicht gesehen hatte. Aber ich habe mich aufgespielt, habe geschauspielert. Ich habe es nie gesehen, dieses Video.“ Schuldig bekennt er sich aber nicht und die französischen Medien stürzen sich seiner Meinung nach zu sehr auf diesen Vorfall.

Aussagen hin oder her, Benzema liegt eine Anklage wegen „Komplizenschaft bei einem Erpressungsversuch“ vor. Wie sich diese und seine zudem rassistischen Anschuldigungen gegen den Trainer auf seine private als auch sportliche Zukunft auswirken bleibt abzuwarten. Hoffen kann man für „L’Équipe tricolore“ nur, dass sich dieser Spielerverlust nicht negativ auf den Erfolg bei der EM im Heimatland auswirkt.

Autoren: Silvia Österle, Lara Endreß, Sina Hiddemann

Quellen:

http://sportbild.bild.de/fussball-em/2016/em-2016/frankreich-skandal-benzema-wirft-deschamps-rassismus-vor-46070958.sport.html

http://www.sport1.de/fussball/em/2016/06/der-rassismus-vorwurf-von-karim-benzema-spaltet-frankreich

http://www.sport1.de/internationaler-fussball/2016/02/sextape-affaere-karim-benzema-gesteht-mathieu-valbuena-angelogen-zu-haben

http://www.bild.de/sport/fussball/karim-benzema/fliegt-aus-der-nationalmannschaft-43745798.bild.html

Bild: https://pixabay.com/de/fußball-europameisterschaft-banner-1402711/

13 Kommentare zu „Rassismus, Sextape und EM-Aus – Skandale um Benzema

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  1. Dadurch, dass Sportler stets in der Öffentlichkeit stehen sind derartige Vorfälle ein gefundenes Fressen für die Journalisten. Meist werden „Skandale“ hochgespielt und ausgeschmückt, um die Aufmerksamkeit aller auf den Vorfall zu lenken.
    In der Hinsicht finde ich es schade, dass ein Weltklasse Fußballer wie Karim Benzema damit zu kämpfen hat und sich immer wieder rechtfertigen muss und im Mittelpunkt steht.
    Fußballerisch ist er einer der besten Stürmer und würde Frankreich bei der EM im eigenen Land eine große Hilfe sein. Von den Vorwürfen, dass Spieler mit Migrationshintergrund nicht zur EM mitgenommen werden, halte ich nicht viel. Der Trainer kann seine eigenen Entscheidungen zwecks Kader treffen und er hat bestimmt einen Grund gesehen ihn nicht zur EM mitzunehmen. In erster Hinsicht sollte dabei das fußballerische Können beachtet werden, wenn der Trainer jedoch ein gewissen Imageschaden der Nationalmannschaft befürchtet, kann ich es nachvollziehen, dass er ihn nicht dabei haben möchte. Besonders in der Situation, in welcher ihm eventuell fünf Jahre Haft bevorstehen.
    Was ich ebenfalls Schade finde, ist die Aussage der rechtsextreme Politikerin Mario Le Pen, welche sich zu Benzema äußerte und schimpfte: „Soll er doch für Algerien spielen“.
    Benzema sollte nicht danach verurteilt werden. Jeder, der sich im Fußball auskennt, weiß, dass Benzema für Frankreich stets alles gegeben hat, sich für Frankreich entschieden hat und gerne bei der Nationalmannschaft ist.
    Ich hoffe für ihn, dass an den negativen Schlagzeilen nichts dran ist und dass er sich so schnell wie möglich nur auf den Fußball konzentrieren kann und uns in den nächsten Jahren weiterhin auf dem Platz verzaubert.

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  2. Benzema steckt momentan in keiner guten Lage. Einerseits hat er sich was sein fußballerisches Können angeht, nichts zu schulden kommen lassen. Doch der Imageschaden der seine Person betrifft ist schwerwiegend. Da er eine Person des öffentlichen Lebens ist und somit ein Vorbild für viele, liegt es am Trainer ob er diese Tatsache verantworten kann. Didier Deschamps wird sich seine Gedanken gemacht und nicht willkürlich gehandelt haben. Die Vorwürfe von Benzema gegen seinen Trainer finde ich peinlich, vor allem wenn sie sich nicht einmal als richtig erweisen, wie man am Beispiel Adril Rami sehen kann. Dadurch macht er nur noch mehr Wirbel um seine Person, nicht unbedingt dass was er momentan brauchen kann. Auch die Aussicht auf fünf Jahre Haft schönert das Bild von Benzema nicht gerade. Meiner Meinung nach weiß jeder Profifussballer, dass die Öffentlichkeit an seinem Leben interessiert ist und das die Medien nur darauf warten eine Schwachstelle zu finden und diese zu publizieren. Aus diesem Grund sollten sich die Fußballer Gedanken machen, wie sie sich wem gegenüber äußern. Wie schon oft erwähnt geht es im Fußball nicht nur um den Sport, sondern primär darum Geld zu verdienen. Da kann ein Spieler noch so gut spielen, wenn sein persönliches Verhalten ein Imageschaden für die Mannschaft bedeutet und damit verbunden mögliche Geldverluste wird sehr schnell gegen diese Person entschieden. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht der Erfolg der ganzen Mannschaft unter solch einer Entscheidung leidet.

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  3. Aus fußballerischer Sicht gesehen ist es natürlich schade für die französische Nationalmannschaft. Benzema ist ein Weltklasse-Stürmer und würde dem Team bei der EM im eigenen Land sicherlich eine große Hilfe sein. Meiner Meinung nach gibt es bei dieser Entscheidung von Trainer Didier Deschamps kein wirkliches richtig oder falsch. Wie auch schon am Beispiel Max Kruse stellt sich heutzutage immer wieder die Frage, inwiefern Trainer oder Vereine das meist private Fehlverhalten ihrer Spieler in fußballerische Entscheidungen mit einbeziehen sollten. Einige sind der Meinung, dass so ein Fehlverhalten direkt bestraft werden muss, andere nicht.
    Natürlich haben Fußballer immer eine Vorbildfunktion. Sie stehen in der Öffentlichkeit und haben teilweise Millionen Fans und darunter auch viele Kinder/Jugendliche. Sie sehen zu diesen Spielern auf und viele eignen sich auch das Verhalten ihrer Vorbilder an. Da es im Fall Benzema um Beihilfe zur Erpressung geht, finde ich die Entscheidung des Trainers gut. Benzema hat dabei eine Straftat begangen die mit bis zu 5 Jahren Haft bestarft werden kann. Dies ist meiner Meinung nach keine kleine Eskapade mehr. Didier Deschamps hat darin möglicherweise einen Imageschaden für die Nationalmannschaft und damit auch für das Land gesehen.

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  4. Max Kruse 2.0. Benzema ist wie fabianmadzar schon erwähnte ein sehr guter Spieler. In fußballerischer Hinsicht tut es mir leid für ihn, allerdings finde ich es persönlich eine gute Entscheidung, dass Benzema nicht für Frankreich spielen darf. Er hat sich einiges zu Schulden kommen lassen, was einfach überhaupt nicht geht. Er hat eine gewisse Verantwortung, die er nicht hat tragen können. Nun muss er eben mit den Konsequenzen leben. Klar sind Fußballer auch nur Menschen, die eben in der Öffentlichkeit stehen. Und für manche mag diese Entscheidung des Trainers falsch sein, allerdings sollte man Konsequenzen ziehen, sonst würd es wahrscheinlich überhand nehmen. Ich hoffe trotzdem, dass Frankreich eine gute EM spielen wird, solange Deutschland zum Schluss Europameister wird.

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  5. Benzema ist einer der besten französischen Fußballer aller Zeiten. Er wird in einem Atemzug mit den Großen des französischen Fußballs Thierry Henry, Zinédine „Zizou“ Zidane, Michel Platini und Éric Cantona genannt. Aufgrund dessen ist dieser Vorfall von größter öffentlicher Bedeutung und darf natürlich nicht ohne Konsequenzen at Acta gelegt werden.
    Die Äußerung seitens Benzema ist eine riesen große Farce und dient allein der Stimmungsmache gegen Trainer Deschamps. Jeder Trainer will die bestmögliche Mannschaft für ein EM-Turnier berufen; unabhängig von der Hautfarbe oder dem Immigrationshintergrund des Spielers. Das hat auch keine Rolle bei Karim Benzema gespielt. Betrachtet man die Kaderzugehörigkeit Benzemas zur L’Equpe tricolore seit dem Amtsantritt Didier Deschamps Mitte 2012, erkennt man, dass Benzema insgesamt 31 seiner 81 A-Nationalmannschaftspiele unter ihm als Trainer bestritten hat.
    Ich kann Deschamps Entscheidung nachvollziehen, dass er seinen treffsichersten Stürmer nicht für den EM-Kader berücksichtigt. Denn eine Person, die laut eigener Aussage einen „Freund“ belügt und „erpresst“ ist meines Erachtens kein Teamplayer. Dies lässt mich vermuten, dass er wahrscheinlich seine eigenen Interessen nicht unter den Erfolg der Mannschaft stellen würde. Des Weiteren würde es kein gutes Licht auf das Team und Umfeld werfen, was wiederum bedeuten würde, dass sich die Mannschaft mit unnötigen Nebenkriegsschauplätzen auseinandersetzen müsste und sich nicht zu 100% auf die EM konzentrieren könnte. Dadurch würde immer eine gewisse Unruhe im Team herrschen und die Frage aufkommen ob man Benzema als Mannschaftsverbund noch glauben oder vertrauen kann?
    Dies hätte zur Folge, dass das Mannschaftgefüge gespalten wäre und die Mannschaft dann keine Einheit auf dem Platz darstellt.
    In meinen Augen hat Didier Deschamps richtig und im Sinne der Mannschaft entschieden und ein Zeichen gesetzt. Was diese Entscheidung schlussendlich gebracht hat wird die EM zeigen.
    Selbst der Titel als einer der besten französischen Fußballer ist nichts wert, wenn man menschlich und moralisch versagt.

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  6. Die Causa Benzema ist wieder einmal ein Paradebeispiel für die systematische Demontage eines Sportlers durch die Medien. Das Problem an diesem ganzen komplexen Gefüge ist, dass wir Informationen über die Medien bekommen, welche Benzema in Verruf gebracht haben. Über die tatsächliche Beweislage und deren Stichhaltigkeit weiß kaum einer Bescheid. Fußballer müssen doch nur ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, da sie vermarktet werden, aber sind wir doch mal ehrlich zu uns selber. Würde ein ähnlicher Skandal in Zusammenhang mit Thomas Müller stehen, welcher uns bei der EM 2016 zum Sieg schießt, wäre uns das mehr als gleichgültig. Profis wie Benzema, oder auch andere Skandalmagneten wie Balotelli haben im Endeffekt nur einen Job – Fußball spielen. Für mich ist es aus sportlicher Sicht überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb Benzema nicht mit zur EM darf, denn kein französischer Stürmer spielt seit Jahren auf solch einem hohen Niveau und mit derartiger Konstanz.

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  7. Das ist ein vieldiskutiertes Thema. Man muss sich die Frage stellen inwiefern privates Handeln den Job beeinflusst, vor allem hinsichtlich des Image.
    Mal ehrlich welcher „normale“ Arbeitgeber hat gerne jemanden bei sich angestellt, der eine Anklage am Hals hat, vor allem, wenn diese öffentlich diskutiert wird.
    Aus dem Grund finde ich die Entscheidung von Didier Deschamps absolut gerechtfertigt und nachvollziehbar.
    Ich bin nur gespannt wie viele Stimmen laut werden, sollte Frankreich keine gute EM spielen. Die Rufe, vor allem die der Fans, nach Benzema werden immer lauter werden und wir haben schon häufig gesehen wie der Druck der Fans wichtige Entscheidungen beeinflussen kann.

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  8. Fußballer, welche öffentliche Eskapaden haben, ihre Meinung sagen und polarisieren sind in der heutigen Welt des Profisports nicht mehr erwünscht. Früher hatte man Spieler wie Effenberg, Kahn oder Lehmann. Auch diese haben privat teilweiße über die Strenge geschlagen und waren nicht immer perfekt. Damals hat das noch niemanden gestört. Seit den Jugendleistungszentren werden allerdings alle Spieler „gleich erzogen“ und verhalten sich gleich. Dies sieht man auch daran, dass es auf dem Feld keine richtigen Leitwölfe mehr wie früher gibt.
    Der Fall Kruse ist das deutsche Gegenbeispiel zu Benzema. Auch er hat es aufgrund seiner Skandale nicht in den deutschen EM-Kader geschafft.
    Der Fall Benzema ist sicherlich noch ein Skandal in einer anderen Dimension. Sportlich scheint die Ausbootung des Torjägers sicherlich fraglich. Aus disziplinarischen Gründen kann ich die Entscheidung des französischen Nationaltrainers aber sehr wohl verstehen. Hätte er nicht gehandelt, wären ihm die anderen Spieler vielleicht auf der Nase herum getanzt. Ihm deshalb nun Rassimus vorzuwerfen halte ich für Blödsinn.

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  9. Skandale rund um die französische Nationalmannschaft sind in den letzten Jahren häufiger vorgekommen. Man denke an die WM 2010, als unter Trainer Raymond Domenech das Training boykottiert wurde.
    Franck Ribery und Patrice Evra galten als Leitwölfe des damaligen Streits. Beide wurden für mehrere Spiele suspendiert. Mittlerweile spielt Evra wieder für die Nationalmannschaft, Ribery ist von sich aus zurückgetreten.
    Wenn man die junge Historie betrachtet, ist es nachvollziehbar, dass Deschamps Benzema nicht nominiert. Somit versucht er einen erneuten Skandal rund um die Équipe Tricolore fernzuhalten. Sportlich ein großer Verlust, aber gerade die Nationalmannschaft repräsentiert das Land, weswegen die Nichtnominierung verständlich ist, wenn ein Spieler möglicherweise in eine Straftat verwickelt ist.

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  10. Klar werden Skandale um Berühmtheiten in den Medien immer besonders hochgepusht und was jetzt genau wahr ist ist nicht eindeutig klar, aber gerade deshalb versteh ich das Handeln von Deschamps. Wenn eine Mannschaft so im Fokus steht wie Frankreich vor der Heim WM dann kann es sich nicht positiv auf das Team auswirken, wenn es einen Spieler in den Reihen gibt, der ständig negativ in den Medien auftaucht. Des Weiteren hat die französische Nationalmannschaft in den letzten Jahren eh schon genug Turbulenzen. EM2008 Vorrundenaus, WM2010 nach großen Skandalen ebenfalls Vorrunden aus, EM 2012 Viertelfinale und WM2014 ebenfalls Viertelfinale. Deschamps ist vor dem Turnier im eigenen Land (bei denen Frankreich übrigens immer gut abgeschnitten hat WM98 Erster, EM84 Erster, EM60 Vierter) angehalten so viel Ruhe wie möglich ins Team zu bekommen. Daher ist die Entscheidung Benzema nicht zu nominieren zwar hart aber meiner Meinung nach richtig.

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  11. Der Vorwurf des Rassismus ist meiner Meinung nach absoluter Quatsch. Die Hälfte der Spieler der französischen Nationalmannschaft hat afrikanische Wurzeln bzw. einen afrikanisches Aussehen. Ich halte es schlicht und ergreifend für eine Ablenkung von Benzema, der mit den Vorwürfen Deschamps in das Rampenlicht der Medien stellen will um von seinen eigenen Fehltaten ablenken will. Ich finde es absolut dämlich solche Vorwürfe von sich zu geben. Rassismus ist in Frankreich ein kritisches Thema und solche Vorwürfe auszusprechen ist einfach unter der Gürtellinie und Rufmord. Benzema würde als Teil der Nationalmannschaft nur noch mehr Schlagzeilen um die „Equipe“ werfen. Als Gastgeber der Europa Meisterschaft muss man als Vorbild fungieren und einen guten Eindruck hinterlassen und das wäre nicht der Fall wenn Benzema nominiert werden würde. Ich finde es wurde komplett richtig gehandelt von Deschamps.

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  12. Es wird in dieser Sache nie richtig oder falsch geben. Man kann in beide Richtungen argumetieren – genau das gefällt den Medien an dieser Geschichte so gut. Manche regen sich darüber auf, dass das fußballerische Können nichts mit dem privaten Verhalten zu tun hat, andere sagen, dass zum Fußball heutzutage eben ein gutes Image und eine positive Vorbildfunktion dazugehören. Ich bin dabei der Meinung, dass Deschamps die richtigen Konsequenzen bei Benzemas Verhalten gezogen hat. Kein Arbeitgeber im „normalen Leben“ würde eine Person, die durch die Medien einen so schlechten Ruf erhalten hat, beschäftigen wollen. Egal was genau stimmt oder nicht. Man kann eben nicht immer alles haben, auch als Fußballer nicht. Der heutige Fußballer muss viel mehr können als nur gut spielen – und das sollten vielleicht noch manche lernen.

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  13. Benzema und Cantona, da haben sich ja gleichmal zwei Skandalnudeln gefunden. Aber wie TobiasKl schon festgestellt hat, ist in der heutigen Zeit für Spieler wie diese kein Platz mehr. Die Vorbildfunktion durch die ständige Medienpräsenz wird zunehmend mehr, weshalb ein Saubermann-Image immer wichtiger wird, vor allem wenn es darum geht eine Nation zu vertreten. Klar kann man sagen, solange Benzema nicht verurteilt wurde, kann man ihm keine Schuld zuweisen. Dennoch ist das Thema durch die Medien zu präsent, da es zu sehr interessiert. Da kann man die Entscheidung Benzema nicht mitzunehmen in den EM-Kader teilweise verstehen. Im Vordergrund soll nämlich das Team stehen und nicht die Eskapaden eines einzelnen. Sportlich gesehen ist das alles für mich natürlich eine ganz andere Sache. Benzema ist seit Henry der einzige Stürmer Frankreichs, der sowahl auf Vereinsebene als auch in der Nationalmannschaft konstant gute Leistungen zeigt. Schaut man sich den Kader an für die EM und hat man bereits ein paar Spiele verfolgt, fällt direkt auf dass es vorne in der Spitze einfach an Klasse fehlt. Im Mittelfeld und auf den Außenbahnen ist Frankreich Weltklasse, im Sturmzentrum aber eher Kreisklasse. Ein Benzema noch im Sturm und Frankreich wäre mit Sicherheit einer der drei Top-Favoriten für den Titel im eigenen Land, wenn nicht der Top-Favorit. Aber naja, Deschamps hat seine Entscheidung gefällt und Frankreich muss in diesem Turnier ohne Benzema auskommen. Mal sehen wie weit sie es schaffen.

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