Zuschauerrückgang in der Formel 1-Der PS-Zirkus in der Krise

Dass der einst so erfolgreiche und einzigartige Motorsport in der Krise steckt, ist für viele Fans, aber auch für die Verantwortlichen nichts Neues. Die Zuschauerzahlen in Europa sinken immer weiter und das Publikum scheint mehr und mehr das Interesse zu verlieren. Wenn nicht bald etwas geschieht, stehen der Formel 1 eine der härtesten Zeiten bevor.

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Der PS-Zirkus der Formel 1 geht in die nächste Runde. Die Zuschauer sind genervt und lassen ihrem Ärger freien Lauf. Somit hat die Formel 1 einen Zuschauerrückgang von 25 Millionen innerhalb eines Jahres zu verzeichnen. Auch RTL und Sky haben mit den Einschaltquoten zu kämpfen. Denn diese werden immer miserabler und eine Besserung ist nicht in Sicht. Der Sender RTL hat von 2013 auf 2014 einen Verlust von -17,4% erlitten. Und auch der Pay-TV Sender Sky blieb nicht verschont. Nur noch 370.000 Fans schauten sich das Spektakel an, welches einem Rückgang von -15,9% entspricht. 2014 war somit die schlechteste Saison für RTL. Denn weniger als vier Millionen Zuschauer schalteten ein. Und auch nur zweimal wurde die fünf Millionen-Grenze geknackt. Zum einen, beim Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg in Bahrain. Zum anderen, bei der WM Entscheidung zwischen den beiden Fahrern in Abu Dhabi.

Auch europaweit haben die Medien mit dem Desinteresse der Zuschauer zu kämpfen. Die Niederlande, Italien, Belgien, Großbritannien, oder Ungarn informierten über drastische Zuschauereinbrüche.

Vermeintliche Gerüchte über den Ausstieg seitens dem Sender RTL wurden laut RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer dementiert: „Natürlich müssen wir als übertragender Sender unsere Hausaufgaben machen, die rückläufigen Zuschauerzahlen analysieren und Optimierungen erarbeiten – alles andere wäre unprofessionell.“ Auch der RTL-Sportchef Manfred Loppe stellt Vermutungen auf, welche an dem Zuschauerrückgang schuld sein könnten: „Die Serie muss sich wieder mehr über die Emotionalität und die sportliche Auseinandersetzung auf der Strecke definieren.“

Die Formel 1 sollte sich ein Beispiel an der Konkurrenz NASCAR (National Association for Stock Car Auto Racing) nehmen. Dieser Motorsport stellt Nähe und Kontakt zum Publikum her, Boxengasse und Fahrerlager sind vor dem Rennen frei zugänglich. Und auch während dem Rennen können Fans den Boxenfunk über Kopfhörer mitverfolgen.

Wichtig ist, dass die Formel 1 ihre Rennstrecken wieder mit motivierten und interessierten Motorsportlern füllt und eine Veränderung wahrnimmt, dass die Zuschauer vor dem Fernseher mit Begeisterung dabei sind und RTL wieder positive Zuschauerzahlen verspürt.

Autorin: Lea Schad

Quellen:

http://www.tz.de/sport/formel-1/formel-1-krise-vorbild-nascar-5284913.html

http://www.focus.de/sport/experten/motorsport-total/interesse-niedrig-wie-1994-formel-1-in-der-tv-krise-wie-lange-macht-rtl-noch_id_4361418.html

http://www.spiegel.de/sport/formel1/formel-1-lewis-hamilton-wird-weltmeister-vor-nico-rosberg-a-1004538.html

http://www.nascar.com/en_us/sprint-cup-series.html

Bild:

https://pixabay.com/de/ferrari-boulid-fernando-alonso-957563/

14 Kommentare zu „Zuschauerrückgang in der Formel 1-Der PS-Zirkus in der Krise

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  1. Die Formel1 hat sich selbst ins Aus manövriert. Über die Jahre hinweg wurden falsche Entscheidungen getroffen was das Regelwerk und andere Dinge angeht und dadurch ist aus dem einst so spannenden Sport ein langweiliges im Kreis fahren geworden. Das Auto bzw. die Technik ist mittlerweile zu 80% verantwortlich für den Sieg. Die beiden Mercedes dominieren diese Saison das Geschehen. Erfolgt kein Unfall oder ein grober Fehler sind Nico Rosberg und Lewis Hamilton nicht einzuholen, was die Statistiken belegen. Mal abgesehen von dem meist langweiligen Rennen ist der Sport durch viele Regeln unnötig unübersichtlich und kompliziert. Alles in allem bin ich der Meinung die TV-Sender können am wenigsten dafür, dass die Quoten so radikal sinken. An der Stelle von RTL würde ich die Formel1 fallen lassen und mich um Lizensen für etwas anderes bemühen, da keine Besserung in Sicht ist.

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  2. Ich denke das die Formel1 sich nicht wieder erholen wird, selbst wenn sie nächstes Jahr Zuschauer bezogene Veränderungen durch führen würden. Es ist zu spät die Formel1 wieder in das Rampenlicht zu bewegen und der zu alter Stärke zu verhelfen. Der Sport ist einfach nicht mehr interessant und Action reich genug. Auch die TV Sender werden sich immer mehr von der Sportart abwenden und ihr das Budget und die Zahlungen kürzen. Aus diesem unaufhaltbaren langsamen „Untergang“ wird die Formel1 nicht wieder raus kommen. Geld Kürzungen durch die drastisch sinkende Zuschauerzahl und das Fehlende Interesse in der Menschen werden die Formel1 weiter schwächen. Die ehemaligen Kultrennen werden nicht aussterben jedoch wird deutlich weniger Geld rund um die Formel1 fließen und das Interesse wird weiter sinken.

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  3. Meiner Meinung nach sind TV – Sender nicht unbedingt Schuld für den Quotenfall bei der Formel 1. Der Sport muss wieder attraktiver für die Zuschauer gemacht werden. Aus eigener Erfahrung und aus meinem Umfeld kann ich sagen, dass die meisten höchstens den Start anschauen, da es da noch am attraktivsten ist und schalten nach den ersten 4 Minuten schon wieder um. Das ist ein Problem, mit welchem die Formel 1 einzig und allein zu kämpfen hat. Für alle Motorsportfanatiker unter uns wünsche ich, dass die Formel 1 schnellstmöglich etwas ändert und den Sport wieder attraktiver und interessanter macht. Eventuell durch neue Regellungen oder ähnliches. Wenn das nicht geschieht, befürchte ich eine von Jahr zu Jahr senkende Zuschauerzahl.

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  4. Die Formel 1 hat es geschafft sich selbst unattraktiv für die Zuschauer zu machen. Eine Regeländerung nach der anderen und letztenendes entscheidet die Technik, wer das Rennen gewinnt. Wo bleibt da noch die Spannung für die Zuschauer?
    Ich würde die Formel 1 nicht komplett abschreiben. Die Verantwortlichen müssen jedoch einiges dafür tun, um den Sport wieder ansehbar zu gestallten. Ein guter Weg wäre es, wieder ein wenig zurück zu den Anfängen zu gehen und einige der komplizierten Regeln abzuschaffen. Die Fans sollten den Sport wieder schauen, ohne schon im Voraus zu wissen wer das Rennen gewinnt. Dabei steht der Formel 1 jedoch ein langer und schwerer Weg bevor, da dies nicht von heute auf morgen geschieht.

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  5. Die Wandlung der Formel 1 ist ein Trauerspiel für alle Motorsportfans. Wie schon erwähnt, wurde die Formel 1 durch zu komplizierte Regeln und zu perfekte Autos unspektakulär gemacht. Des weiteren kamen immer wieder Regeländerungen hinzu, so dass die Fans nun keine Lust auf eine weitere Regeländerung haben. Doch dies ist notwendig um den Sport noch zu retten. Doch dieses Unterfangen wird kein leichtes sein. Da die TV-Sender immer niedrigere Einschaltquoten haben, werden sie früher oder später ihr Geld in andere und gefragtere Sportarten investieren. Somit fehlt der Formel 1 eine Menge Geld die sie für einen Neuanfang sicher benötigen würde. Somit entsteht ein Teufelskreis aus dem es schwer sein wird jemals wieder heraus zu kommen.

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  6. Die Formel1 hat ein sehr großes Problem, denn ohne Zuschauer kann alles, was sich über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde, ganz schnell einstürzen. Was mich persönlich besonders überrascht, ist die Tatsache, dass RTL sich so zur Formel1 bekennt. Natürlich besteht die Zusammenarbeit schon lange, aber warum sieht RTL sich selbst für die rückgängigen Zuschauerzahlen mitverantwortlich? Vielleicht wollen sie den Einfluss nicht verlieren, wenn die Sportart doch wieder aufblüht, sodass Sky nicht auch noch für die Formel1 „exklusive“ Rechte hat. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass RTL das alleine hinbekommen soll. Denn meiner Meinung nach unterstützen die Medien die Emotionalität nur und kreieren sie nicht alleine, genauso wenig kann der Fokus auf die sportliche Auseinandersetzung gelegt werden, wenn kein spannendes Rennen stattfindet. Ich bin gespannt, inwieweit die Formel1 ihre Regel erneut ändert um den Sport wieder interessant zu machen und RTL somit eine gute Basis für eine weitere Kooperation bereitet. Dann kann auch der Zuschauer wieder zufrieden sein.

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  7. Was soll man noch zur Formel 1 sagen ? Sie ist sogar noch langweiliger geworden als jemals zu vor. Der neue Qualifikationsmodus ist zum einschlafen und sogar die Piloten wie Sebastian Vettel oder Louis Hamilton sind der festen Überzeugung, dass man zum alten System zurückkehren sollte. Es liegt am Sport selber. Man müsste sich doch einfach nur die Frage stellen, wieso es heute nicht mehr klappt und was „damals“ anders war- und dann würde man schnell zu einer Antwort kommen.
    Regeländerungen haben die Fans satt, das ist verständlich, jedoch muss noch ein mal ein großer Schritt getan werden um nicht noch die Fernsehsender zu verlieren, die unter diesen gleichbleibenden Umständen keine Quoten erreichen.
    Man drückt die Daumen und hofft das die Formel 1 wieder zu dem wird, was Sie einst mal war.

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  8. Ich habe mich noch nie für diesen Sport interessiert und werde es womöglich auch nie tun. Für mich hat die Formel 1 keine ansprechende Spannung und ich bin schnell gelangweilt. Jedoch weiß ich, dass es viele Fans des Rennsports gibt, die ihn mit großer Faszination mitverfolgen. Doch wie auch in diesem Artikel zu lesen ist, nimmt diese Faszination ab. Zwar kenn ich mich hier nicht aus, doch eine allgemeine Regel im Sport ist klar: Regeländerungen werden primär eingeführt, um den Sport für den Zuschauer attraktiver zu gestalten. Ob dies in der Formel 1 geschieht bleibt abzuwarten.

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  9. Großes Interesse für die Formel1 war bei mir ebenfalls nie wirklich vorhanden, da es für mich persönlich ein eher langweilender Sport ist. Jedoch kenne ich immer noch einige die die Formel1 verfolgen und sich darauf freuen, jedoch hat diese Vorfreude über die Jahre auch bei langjährigen Fans stark abgenommen. Verursacher sind jedoch nicht die TV-Sender, da diese wenig Einfluss darauf haben, sondern das Management der Formel1 selbst Ein Grund dafür könnte wie in dem Artikel beschrieben die häufigen Regeländerungen in der Formel1 sein. Ein anderer wichtiger Grund könnte aber auch die zunehmende Bedeutung der Technik sein, die Sieger sind schon vor dem Rennen vorhersehbar, dadurch wird den Zuschauern der Reiz genommen das Rennen zu verfolgen, denn der Sieger ist dem besten Auto nicht der „beste“ Fahrer. Aus diesen Gründen bezweifle ich eher das die Formel1 ein Comeback feiert und die Zuschauerzahlen weiterhin abnehmen.

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  10. Ich kann mich noch erinnern, als ich vor Jahren noch regelmäßig Sonntag morgens aufgestanden bin, um das Formel 1 rennen zu sehen. Damals war das Interesse für den Rennsport einfach noch viel größer. Aber wie aus dem Eintrag hier eindeutig heraus zu lesen ist, geht es mit dem wachsenden Desinteresse nicht nur mir so. Der Sport wird einfach von Jahr zu Jahr langweiliger, es gibt kaum noch spannende Kämpfe um eine Position. Vorallem wenn es um den Titel geht. Wie bereits gesagt, spielt das Auto die größte Rolle inzwischen, das heißt Mercedes fährt vorne weg dieses Jahr, da wäre es egal welcher Fahrer im Cockpit sitzt.. Dabei sind aber nicht die TV-Anstalten schuld, denn die versuchen den Zuschauer immerhin durch interessante und ausführliche Übertragungen und Einspieler vor und nach dem Rennen mit Informationen zu füttern, um nicht nur das langweilige Rennen zu sehen. Darüberhinaus kostet ein Ticket für die Formel 1 so dermaßen viel, dass es völlig verständlich ist, wenn sich der Großteil der eigentlich interessierten Zuschauer dreimal überlegt wirklich live vor Ort zu sein. Hier muss sich einfach was ändern, denn der Sport lebt von der Live Atmosphäre, und wenn man im TV nur leere Ränge sieht, dann wundert es mich nicht wenn die Rennen immer langweiliger wirken.

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  11. Die Formel1 hat in den letzten Jahren viele negativen Wendungen genommen. Zum einen haben die vielen Regeländerungen nicht die gewünschten Wirkungen gezeigt. Durch sie wurde der Sport für den Fan, welcher nicht mit Leib und Seele dabei ist, unübersichtlich und unnötig kompliziert gemacht. Zum anderen bekam der Einsatz von moderner Technik mehr und mehr Bedeutung. Darunter leiden Fahrer genauso wie Zuschauer. Die Autos sind leiser, was dem Fans nicht gefällt, und dem Fahrer werden Möglichkeiten sein fahrerisches Können einzubringen genommen.
    Dieser Mix schadete dem Sport enorm. Hinzu kommt, dass in der Formel1 die Typen fehlen. Jemand wie Schumacher der ein ganzes Land begeisterte mit waghalsigen Manöver, coolen Sprüchen und sportlicher Fairness fehlt extrem. Zwar hat Mercedes zwei Gewinnertypen in ihrem Rennstall, jedoch ist die Rivalität zwischen Rosberg und Hamilton eher kindisch und pubertär als spannend und interessant für den Zuschauer.
    An dem Einsatz der Technik wird sich nicht mehr viel ändern lassen, das ist in der heutigen Zeit nicht mehr möglich. Natürlich müssen Regeländerungen folgen, die den Sport wieder einfacher zu verstehen machen. Als letzte Hoffnung besteht die Möglichkeit einer kompletten Neuorientierung mit Budgetbegrenzungen, sodass die Spanne zwischen dem Erste und dem Letzten nicht zu groß sind und wieder mehr Spannung in den einzelnen Rennen herrscht.
    Fernsehsender leiden unter all dem, können aber wenig bis nichts dafür.

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  12. Sport muss begeistern und Fesseln, Wut und Freude in Sekundenbruchteilen auslösen können und bis zum Ende spannend und nervenaufreibend sein. Dann und nur dann sind konstante Zuschauerzahlen wie z.B. Im Fussball möglich. Unglücklicherweise mussten Emotionen in der Formel1,der Gewinnmaximierung und der penetranten Perfektionierung von Taktiken, weichen. Die Anhäufung vieler unglücklicher und zum Teil sehr extrovertierter Entscheidungen tragen maßgeblich zur aktuellen Misere bei und wenn wir ehrlich sind glaubt kaum einer daran, dass sich die gesamte Rennserie aus eigener Kraft aus dem Abwärtsstrudel retten wird ohne das einschneidende Entscheidungen getroffen werden. Vielleicht wäre der Ansatz „Back to the roots“ das wohl sinnvollste und am einfachsten umzusetzende Szenario.

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  13. Der Artikel ähnelt dem von Arthur B. sehr. Das Problem der Formel1 besteht seit dem Rücktritt von Michael „Schumi“ Schumacher. Es gibt keinen Akteur mehr unter den Fahrern, welcher die Massen vor die Bildschirme lockt. Außerdem wirkt das Moderatoren-Duo auf RTL Niki Lauda und Florian König ausgelutscht. Auch die Kommentatoren des Rennens haben sich mit Heiko Wasser und Christian Danner nie verändert. Dazu kommt Kai Ebel, welcher inzwischen eine Art Kultfigur, aber meiner Meinung nach kein seriöser Journalist ist. Zudem kommen ständige Regeländerung der FIA hinzu – der Zuschauer, welcher nicht jedes Rennen guckt versteht die Regularien schlicht nicht mehr.

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  14. Der Artikel ähnelt dem von Arthur B. sehr. Das Problem der Formel1 besteht seit dem Rücktritt von Michael „Schumi“ Schumacher. Es gibt keinen Akteur mehr unter den Fahrern, welcher die Massen vor die Bildschirme lockt. Außerdem wirkt das Moderatoren-Duo auf RTL Niki Lauda und Florian König ausgelutscht. Auch die Kommentatoren des Rennens haben sich mit Heiko Wasser und Christian Danner nie verändert. Dazu kommt Kai Ebel, welcher inzwischen eine Art Kultfigur, aber meiner Meinung nach kein seriöser Journalist ist. Zudem kommen ständige Regeländerung der FIA hinzu – der Zuschauer, welcher nicht jedes Rennen guckt versteht die Regularien schlicht nicht mehr.

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